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Flughafen München: Unternehmerin (50) mit gefälschtem Impfpass erwischt

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Eine Hand hält einen Impfpass.
Der gefälschte Impfpass einer 50-Jährigen wurde jetzt am Flughafen München aus dem Verkehr gezogen. (Symbolbild) © Sophia Kembowski / dpa

Polizisten haben am Flughafen eine Reisende mit einem gefälschten Impfnachweis aus dem Verkehr gezogen. Nun muss sie sich wegen Urkundenfälschung verantworten.

Flughafen – In den Mittagsstunden kam eine 50-jährige Unternehmerin aus Russland mit einem Flieger aus Sankt Petersburg am Münchner Flughafen an. Bei der Einreisekontrolle legte sie den Bundespolizisten Reisepass, Aufenthaltsgenehmigung und den Impfpass vor. „Grenzpolizeilich und aufenthaltsrechtlich gab es nichts zu beanstanden“, teilte die Bundespolizei mit. Der Impfpass jedoch weckte bei den Grenzpolizisten größeres Interesse – und bescherte der Frau einen unerwarteten Aufenthalt bei der Bundespolizei sowie eine Anzeige wegen Urkundenfälschung.

Seit Beginn der Corona-Pandemie kontrollieren Bundespolizisten am Münchner Flughafen ankommende Flüge – zum einen grenzpolizeilich, zum zweiten hinsichtlich der Vorgaben des Gesundheitsschutzes. So auch am vergangenen Donnerstagmittag den Flug aus Sankt Petersburg. Als die Beamten der 50-jährigen Russin die Fragen nach den Nachweisen hinsichtlich des Pandemieschutzes stellten, zögerte diese auch nicht lange und zeigte den Polizisten ihr Impfbuch. Darin zwei Biontech-Sticker mit entsprechenden Stempeln und Unterschriften einer Arztpraxis in Ulm, datiert auf April und Juni vergangenen Jahres.

Überprüfung in der Arztpraxis

Als die Bundespolizisten die Sticker jedoch überprüften, blieb das Ergebnis aus. Auch folgende Recherchen, sprich ein Anruf bei der vermeintlichen Impfpraxis, liefen ins Leere. Die Praxismitarbeiterin erklärte den Beamten, dass man erstens an den betreffenden Tagen gar nicht geimpft habe, zweitens der angebliche Arzt, der die Impfung laut Impfpass der Haidhausenerin durchgeführt haben soll, in der Praxis nicht existent sei. Und drittens, so heißt es im Polizeibericht weiter, sei die angebliche Patientin in der Praxis nicht bekannt. Mit diesen Aussagen konfrontiert, hüllte sich die vermutliche Impfbetrügerin in Schweigen.

Alles Schweigen half nichts. Die Bundesbeamten zeigten die Unternehmerin wegen des Verdachts der Urkundenfälschung an, bevor sie die Wache der Bundespolizei Flughafen München wieder verlassen und ihre Heimfahrt antreten durfte. Ihren Impfpass allerdings musste sie bei der Bundespolizei zurücklassen.
ft

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