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Bitte anziehen! Auch am Flughafen München herrscht Maskenpflicht. Falsche Atteste helfen da nichts.

Angebliche Befreiung von der Tragepflicht

Polizisten stoppen Flughafen-Gast ohne Maske - der zückt ein falsches Attest

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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Völlig ungeniert läuft ein 33-jähriger Münchner ohne Mund-Nasen-Schutz durch den Flughafen. Als Polizisten ihn stoppen, zückt er ein Attest - offenbar eine Fälschung.

Flughafen – Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes polarisiert: Wo manche sich teils vehement und aggressiv weigern, versuchen sich andere durch ein fragwürdiges ärztliches Attest aus der Verpflichtung zu stehlen. Bundespolizisten haben am Mittwoch im Munich Airport Center (MAC) einen dieser Kandidaten aus dem Verkehr gezogen. Der 33-Jährige war den Beamten ohne Maske vor die Füße gelaufen und hatte auch gleich ein Attest parat. Nur war dieses nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt war.

Den Bundespolizisten fiel der 33-jährige Münchner auf, weil er ohne Mund-Nasen-Schutz im MAC unterwegs war. Darauf von der Streife angesprochen, zauberte der junge Mann ein Attest hervor, das ihn angeblich von der Pflicht entbindet. In dem vermeintlichen Attest stand, dass er beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an Atemnot und unter Panikattacken leide. 

Der Mann konnte nicht mal den Namen „seines“ Arztes nennen

Den Beamten allerdings genügte ein kurzer Blick, um zu erkennen, dass sich das angeblich medizinische Dokument in eine Reihe von deutschlandweit kursierenden Fake-Attesten eines mittlerweile in den Reihen der Corona-Skeptiker sehr beliebten Urologen aus Hessen eingliedert. Genauer nachgefragt, konnte der Attestinhaber nicht einmal den Namen seines angeblichen Arztes nennen und gab schließlich zu, gelogen zu haben. Er habe das Formular von einem Freund zugeschickt bekommen, es ausgedruckt und ausgefüllt.

Also lieferten die Bundespolizisten den Ertappten bei den Kollegen der Polizeiinspektion Flughafen München ab. Die bayerischen Beamten übernahmen zuständigkeitshalber die Bearbeitung des Falls und ließen dem 33-Jährigen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angedeihen. Diese Anzeige wird den Münchner wohl 150 Euro kosten. Außerdem steht noch der Verdacht der Fälschung von Gesundheitszeugnissen im Raum.

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