Auch Tote nach Einsturz der Autobahnbrücke in Italien

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FMG baut eine neue Zufahrt – Kapazitätder Ost-Zubringer wird verdoppeltDas ist der geplante Verlauf der neuen Flughafenstraße. Das Infrastrukturprojekt hängt auch mit der dritten Startbahn zusammen.

FMG plant großen Straßenausbau

Mit Staus am Flughafen München soll bald Schluss sein

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Der Flughafen baut sein Straßennetz aus. Im Sommer dieses Jahres beginnen die Arbeiten für eine neue Ost-Zufahrt zum Moos-Airport und eine doppelt so breite Anbindung an die Flughafentangente. Damit sollen die morgendlichen und abendlichen Staus Vergangenheit sein.

Flughafen – Wer morgens zwischen 7 und 9 Uhr von Erding aus zum Flughafen will, braucht spätestens bei der Abfahrt von der Flughafentangente Ost (FTO) Geduld. Denn auf der Erdinger Allee geht es während der Stoßzeiten nur im Stop-and-go-Tempo vorwärts. Damit soll demnächst Schluss sein. Denn die Flughafen München GmbH (FMG) baut eine komplett neue Zufahrt und ertüchtigt die Anbindung an die FTO. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt FMG-Straßenbauchef Michael Hausperger das Millionenprojekt.

Die Erdinger Allee wird zwischen der FTO und der Kreisstraße ED 5/Abzweigung Schwaig vierspurig ausgebaut. Östlich der ED 5 entsteht ein so genanntes Überwerfungsbauwerk, das die Straße aufspaltet. „Die Verkehrsteilnehmer haben dann zweispurig die Möglichkeit, entweder wie bisher in Richtung nördliche Start- und Landebahn zu fahren“, erklärt Hausperger. Die Verschwenkung beginnt dann aber schon früher als heute. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, links abzubiegen und die neue Südring-Erweiterung zu nutzen. Für sie wird eine Brücke über den Abfanggraben im Osten der beiden Landebahnen gebaut.

Auf beiden Routen erreichen Autofahrer die Terminals 1 und zwei sowie das zentrale Parkhaus P 20. „Insgesamt wird die Kapazität der östlichen Zubringer nahezu verdoppelt“, bilanziert Hausperger. Die lang gezogene Kurve an der OMV-Tankstelle bleibe zunächst erhalten. „Aber wenn alles fertig ist, werden wir sie zurückbauen.“ Die Tankstelle werde dann über den Südring erreichbar sein.

Ebenfalls mittelfristig zurückgebaut beziehungsweise bis zur Einmündung Allgemeine Luftfahrt verkürzt wird nach den Worten Hauspergers die Parallele zum Vorfeld-Ost beziehungsweise zum Terminal 2-Satelliten. Dieses wichtige Straßeninfrastrukturprojekt hängt mit der dritten Startbahn zusammen. Die neuen Trassen sind in der Planfeststellung für die zusätzliche Start- und Landebahn enthalten. Hausperger und Flughafen-Sprecher Edgar Engert betonen jedoch, dass der nun anstehende Bau isoliert von den Plänen für die dritte Bahn begonnen werde. „Daraus sind keine weiteren Schlüsse zu ziehen“, so der FMG-Straßenbauchef. Die Erdinger Allee bleibt seinen Worten zufolge eine Staatsstraße, die Südring-Erweiterung eine Privatstraße der FMG. Deswegen war das Projekt auch nicht jahrelang öffentlich diskutiert worden. Alle Genehmigungen würden seit Jahren vorliegen.

Zum Zeitplan erklärt Hausperger, dass man Mitte Juni mit der Verlängerung des Südrings beginnen wolle. Der erste Bauabschnitt soll Ende 2019 fertig sein. Im ersten Quartal 2019, so Hausperger weiter, werde die FMG den vierspurigen Ausbau der Erdinger Allee so wie die neue Nordallee in Angriff nehmen. Ende 2020 dürfte das Vorhaben, über dessen Kosten sich der Flughafen ausschweigt, fertig sein.

Projektleiter Hausperger sieht die neue Zufahrt im Kontext weiterer Infrastrukturverbesserungen im Umland. Bekanntlich dürfte noch heuer der Planfeststellungsbeschluss für die Nordumfahrung von Erding zwischen Unterstrogn (Bockhorn) und FTO ergehen. Die Tangente soll zwischen Flughafen und Erding vierspurig sowie bis Neuching dreibahnig ausgebaut werden.

Und dann ist da noch der S-Bahn-Ringschluss. Die Tunnelarbeiten bis Schwaigerloh hat der Airport soeben begonnen. Die Genehmigung für das Teilstück bis Erding wird in den nächsten Monaten erwartet.

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