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Mit einem Sonderpreis ausgezeichnet: das Ensemble Chiave mit Miriam Fußeder, Anna-Katharina Sutor, Cordula Kraetzl, Felicitas Höfler, Elisabeth Fußeder, Franka Weidlich und Lisa Seidel (v. l.). 

Förderpreis für Freisinger Ensemble Chiave

Beherzte Sängerinnen auf dem Weg nach oben

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Als hochbegabte Sängerinnen sind sie bereits weit über die Grenzen Freisings hinaus bekannt. Einer ihrer Auftritte wurden vor Weihnachten im Rundfunk gesendet: die Mädchen des Kirchenmusik-Ensembles Chiave.Die Sängerinnen unter der Leitung von Angelika Sutor aus Freisingbekamen heuer den Förderpreis des Kulturpreises zugesprochen.

Freising – „Wir waren schon überrascht, als der Anruf aus dem Landratsamt kam.“ Anna-Katharina Sutor und ihre Mitstreiterinnen des Kirchenmusik-Chors Chiave hatten von dem Vorschlag, „der wohl von der Musikschule gekommen sein muss“, nichts gewusst. Die Freisinger Schülerin sowie Miriam Fußeder, Cordula Kraetzl, Felicitas Höfler, Elisabeth Fußeder, Franka Weidlich und Lisa Seidel sind Gründungsmitglieder der Domkantorei Freising, die seit 2010 existiert.

Erste musikalische Sporen aber verdienten sich die Trägerinnen des Kultur-Förderpreises im Alter zwischen 14 und 17 Jahren schon im Kirchenchor von St. Georg. Und aus dieser Gruppe heraus begann die Erfolgsgeschichte von Chiave, wie Anna Katharina erzählt: Für den Wettbewerb ,Jugend musiziert’ des Jahres 2013 haben wir uns unter der Leitung meiner Mutter Angelika erst einmal zu zwei Gruppen zusammengeschlossen und bekamen so Einblick ins Ensemblesingen.“ Und es funktionierte auf Anhieb: Beide Gruppen wurden mit einem ersten Preis im Regionalwettbewerb zum Landeswettbewerb in Cham weitergeleitet. Danach folgte der Zusammenschluss: „Seit Cham treten wir bei Konzerten, Gottesdiensten und vielfältigen anderen Anlässen als geschlossenes Vokalensemble Chiave auf.“ In Freising startete das Septett mit einem großen Konzert im November 2016 so richtig durch: „A Ceremony of Carols“ hieß der Abend im Dom. Begleitet wurde das Ensemble damals von der Freisinger Harfenistin Cäcilia Roder, die Kirchenmusik an der Musikhochschule München studiert. Das Publikum war begeistert, erinnert sich Anna-Katharina.

Mittlerweile ist die Formation weit über die Grenzen von Stadt und Diözese hinaus bekannt. Sie hat sich in ganz Süddeutschland etabliert. Das Repertoire reicht von der Gregorianik über die Renaissance und Romantik bis hin zur Neuen Musik. „Wir singen quer durch alle Epochen“, beschreibt es Anna-Katharina Sutor. Dabei umfasse das Stimmvolumen des Chors drei Oktaven. Zur Erklärung: Üblicherweise fußt ein Mädchenchor auf zwei Oktaven, ist also eher in der Mittellage daheim. Chiave aber kann auch „ganz hoch und ganz niedrig“.

Bei soviel Können bleiben Preise nicht aus: Die jungen Damen gewannen heuer nicht nur den Landes- und Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und holten sich jetzt den Kulturförderpreis, sondern bekamen jüngst eine weitere besondere Nachwuchsförderung: Die Musikerinnen dürfen am 18. Januar den Sonderpreis der Bundesapothekerkammer für musikalischen Nachwuchs entgegennehmen. Dieser Preis ist aber nicht nur mit einem Geldbetrag verbunden: Die Freisingerinnen werden nach Schladming eingeladen, wo sie ihr Können auf einem Pharma-Kongress beweisen.

Woher kommt eigentlich der Name Chiave? Anna Katharina: „Der kommt aus dem Italienischen und steht in der Musik für Notenschlüssel. Den Namen haben wir uns aber nicht wegen seiner musikalischen Bedeutung ausgesucht, sondern vor allem deshalb, weil wir unsere Musik als Schlüssel zu den Herzen der Menschen sehen.“

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