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Vorstandschaft und Pächterinnen im Schulterschluss (v. l.): Walter Dietz, Ingrid Mücke, Saba Buzaku, Nevenka Fiskus und Thomas Mücke verabschiedeten sich von Sibylle Neuenfeldt und ihrem Mann Klaus (nicht auf dem Bild).

Förderverein Altes Gefängnis Freising zieht Bilanz

In dieses Gefängnis geht jeder gern

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Es gibt wohl kein Gefängnis im Freistaat, das man als beliebten Publikumsmagnet bezeichnet. Im Falle des Alten Gefängnisses in Freising ist das aber so: steigende Besucherzahlen und ausgebuchte Ausstellungsflächen. Doch es gibt immer noch viel zu tun – und neue Pächterinnen.

Freising – „Ich bin wirklich froh, dass das alles so toll läuft“, freut sich Thomas Mücke, Vorsitzender des Fördervereins Altes Gefängnis. Der Verein – der jüngst zur Jahreshauptversammlung geladen hatte – und vor allem sein „Baby“, das ehemalige Stadtgefängnis, ist ein echtes Erfolgsmodell. Das belegen allein die diesjährigen Besucherzahlen: In 26 öffentlichen Führungen kamen jeweils samstags 235 Erwachsene (2016 waren es noch 175) und 33 Kinder (2016: 27). Die Führer Gernot Anders, Walter Bucksch, Walter Dietz, Ernst Graßy, Thomas Mücke, Willi Pronold, Albert Schindlbeck und Herbert Thalmair hatten also alle Hände voll zu tun.

Dazu wurden noch 46 Sonderführungen von Walter Dietz, Ernst Graßy, Thomas Mücke, Willi Pronold und Herbert Thalmair durchgeführt, die insgesamt 528 Gäste aufwiesen. Und das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem vorangegangenen Jahr, wo bei 56 Sonderführungen 473 Gäste begrüßt wurden.

Insgesamt kamen in den vergangenen elf Monaten 667 Erwachsene und 129 Kinder an die Fischergasse. Der Nachwuchs hatte dabei die größte Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen: 129 Kinder (darunter viele Schulklassen) ließen sich das Museum und damit ein Stück Stadtgeschichte erklären. 2016 waren es gerade mal 36 junge Wissbegierige. Und auch die Ausstellungsflächen werden super angenommen. Mücke: „Wir sind ziemlich ausgebucht.“

Derzeit steht den Aktiven des Fördervereins ein großes Projekt ins Haus: die Sanierung der Dachfläche des Gebäude-Nordtrakts. 90 000 Euro wurden hierfür bereits auf die hohe Kante des Vereins gelegt, erklärt Thomas Mücke. Wegen dieser Sanierung habe man schon einige Zeit intensiv mit der Stadt als Eigentümerin der Liegenschaft beratschlagt. Vor allem die Abstimmung mit der angrenzenden Asam-Baustelle musste dabei in trockene Tücher gebracht werden.

Aber wie heißt es so treffend: Was lange währt wird endlich gut: „Im Herbst 2018 soll es jetzt soweit sein“, verriet Thomas Mücke. Die Hauptarbeiten wird man einer Fachfirma übertragen. „Trotzdem werden wir vom Verein alle anfallenden Hilfsarbeiten übernehmen“

Einen Pächterwechsel gab es in der Weinstube des Gefängnisses. Doch den vollzog Thomas Mücke mit Wehmut: Sibylle und Klaus Neuenfeldt geben nach zehn Jahren die Schlüssel für Lokal und Küche an ihre bewährten Mitstreiterinnen Saba Buzaku und Nevenka Fiskus weiter.

Die Neuenfeldts sind bereits Urgesteine des Gefängnis-Projekts, weiß Thomas Mücke: „Die haben uns schon beim Sanieren geholfen und dann ab 2007 als Pächter die Weinstube übernommen“, blickt er zurück. Jetzt wollen es die Neuenfeldts ein bisserl langsamer angehen lassen und den Ruhestand genießen. Aber Saba Buzaku und Nevenka Fiskus haben langjährige Erfahrung an der Fischergasse: Sie standen den Neuenfeldts seit Jahren zur Seite. Und so konnte der Übergang reibungslos über die Bühne gehen.

Weil ein Verein nicht ohne Vorstandschaft auskommt, muss auch beim Förderverein Altes Gefängnis turnusgemäß neu gewählt werden. Dabei wurde die bewährte Spitze im Amt bestätigt: Thomas Mücke bleibt 1. Vorsitzender, Walter Dietz sein Vize und Ingrid Mücke ist Schatzmeisterin sowie Geschäftsführerin.

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