Thomas Mücke hat gut lachen: Der Pachtvertrag wird wohl verlängert.

Förderverein Altes Gefängnis: Positive Signale von der Stadt

Freising - Aufatmen beim Förderverein Altes Gefängnis: Nach Monaten des Wartens schaut es nun doch gut aus mit einer Verlängerung des Pachtvertrags. Aber es war ein harter Kampf und eine echte Geduldsprobe.

Sie kann heuer ihren 300. Geburtstag feiern: die alte Fronfeste in Freising. Außerdem: Der Förderverein Altes Gefängnis darf im März bei der Kulturpreisverleihung des Landkreises teilnehmen. Und jetzt gibt es einen weiteren Grund zu feiern: Endlich sieht man Licht am Ende des Tunnels, endlich gibt es Signale aus der Stadt, dass der Pachtvertrag verlängert wird. Lange hing man in der Luft - zum Ärger nicht nur von Vereinschef Thomas Mücke.

Rückblick: Im Jahr 2005 hatte man einen Pachtvertrag unterschrieben, nachdem Initiator Thomas Mücke und seine Mitstreiter die Stadt von dem Sanierungs- und Betreiberkonzept für das denkmalgeschützte, vor sich hin marodierende Gebäude überzeugt hatten. Zehn Jahre lief der Vertrag, der Pachtzins betrug symbolisch einen Euro pro Jahr. Weil sich das Konzept durchgesetzt hat, weil sowohl die Bewirtschaftung als Weinlokal als auch die Nutzung für Ausstellungen im ersten Stock eine Erfolgsgeschichte wurden, musste Mücke jetzt wissen, ob der Pachtvertrag verlängert werde. Die Ausstellungsräume sind 2014 bereits völlig ausgebucht, in 2015 ist kaum mehr eine Woche frei, die Anfragen für 2016 häufen sich. Kurz: Der Förderverein brauchte Planungssicherheit - auch weil die Sanierung des Dachs inklusive Ausbau des Dachgeschoßes ansteht. Zwei Schreiben von Mücke an OB Tobias Eschenbacher hatten keinen Erfolg. Im Liegenschaftsamt rührte sich nichts, stellte Mücke fest. Allmählich wurde die Zeit knapp.

Jetzt hat Mücke einen neuerlichen, vielleicht letzten Anlauf gestartet. Sein Hinweis, er werde sonst zu einem Pressegespräch laden, hat nun „wahre Wunder gewirkt“, wie er dem Tagblatt sagte. Josef Rödl vom Liegenschaftsamt Freising habe ihm inzwischen mündlich zugesichert, dass der Pachtvertrag zu den bisherigen Konditionen um weitere fünf Jahre verlängert werde. „Das ist alles auf dem Weg“, hat auch der OB auf Anfrage von Rosemarie Eberhard (Grüne) im Hauptausschuss betont. Kulturreferent Hubert Hierl (CSU) war froh, schließlich sei die „Verunsicherung“ sehr groß gewesen. Und das sei „nicht gut für das Bürgerengagement dort“. (zz)

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