Dieter Thalhammer will nicht mehr „kalt erwischt“ werden.

Nach Irritationen um KAB-Diözesansekretär

Forster muss Referenten absegnen lassen

Freising – Für die Spitze des Diözesanverbands der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) ist die Causa Forster erledigt. Wie die beiden KAB-Diözesanvorstände Dieter Thalhammer und Hanne Möller gestern in der Redaktion des Freisinger Tagblatts erklärten, „gehören die Irritationen zwischen Diözesansekretär Rainer Forster und dem Diözesanvorstand der Vergangenheit an“. Forster, der ebenfalls beim Termin im FT anwesend war, war unter anderem von der SPD scharf dafür kritisiert worden, dass er eine ganze Reihe zweifelhafter Referenten eingeladen hatte und ihnen so eine Bühne zur Verbreitung ihrer Thesen verschafft habe (wir haben mehrfach berichtet).

Zahlreiche Gespräche habe es in den vergangenen Tagen und Wochen zwischen Forster, der KAB-Spitze, den KAB-Ortsverbänden und auch der SPD gegeben, berichtete Thalhammer. Das eine Fazit der Gespräche, wie es Möller und Thalhammer unisono ausdrückten: „Wir lassen uns von außen nicht dreinreden.“

Das andere Fazit: Einfach so weitermachen mit Veranstaltungen dieser Art werde Forster nicht können, stellte Thalhammer klar. Denn: Diözesansekretär Rainer Forster müsse jetzt die KAB-Spitze über die eingeladenen Referenten informieren, die Auswahl „muss vorher mit uns abgestimmt werden“, so Thalhammer. Man wolle damit künftig vermeiden, dass man „kalt erwischt“ werde.

In einer offiziellen Stellungnahme, gemeinsam von den beiden KAB-Diözesanvorständen, von Geschäftsführer Wolfgang Pretzer und Forster unterzeichnet, wird gleichzeitig betont, dass „weder Rainer Forster noch der Diözesanverband der KAB Positionen, die der Katholischen Soziallehre und humanistischen Grundüberzeugungen widersprechen“, vertreten. Allerdings, auch das steht klar in dem Papier und ist auf die Aussage der SPD, Forster sei für die KAB nicht mehr tragbar, gemünzt: „Einmischungen von außen in Inhalte und Personalangelegenheiten des KAB-Diözesanverbands lehnen wir aber entschieden ab.“ Freilich: „Gerne sind wir weiterhin offen für konstruktive und sachliche Kritik und freuen uns über wohlwollenden Zuspruch bei unserem Engagement in Wirtschaft, Politik und Arbeitswelt im Sinne der Menschen und der göttlichen Schöpfung.“

Damit, so wünschen sich Thalhammer und Möller, sollte die Diskussion um Forster und die von ihm organisierten Veranstaltungen mit umstrittenen Referenten wie dem bayerischen AfD-Vorsitzenden und sogenannten Verschwörungstheoretikern beendet sein.

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