+
Landrat mit Siegern: Landrat Josef Hauner (4. v. r. ) beglückwünschte alle 15 Hobby-Fotografen, vor allem aber den Sieger Manuel Hilgert (7. v. l. ), den Zweitplatzierten Johann Swist (3. v. r. ) und den dritten im Bunde, Martin Schuster (2. v. r. )

Foto-Wettbewerb „Im Zoom“

Magische Momente, pfiffige Perspektiven

Es sind vertraute Orte aus noch nie gesehenen Blickwinkeln: Bei der Preisverleihung des landkreisweiten Fotowettbewerbs „Im Zoom“ am Dienstag im großen Sitzungssaal des Landratsamtes gab es so manches Kleinod zu bewundern.

„Gold in der Hallertau“ hat Johann Swist sein Foto betitelt – es brachte ihm Platz zwei ein.

Freising Der Landkreis Freising hatte den Wettbewerb zwischen Juni und September ausgeschrieben. Rund 250 Fotografien waren eingereicht worden. „Aus den schönen Fotos, die noch schöneren rauszufinden“, das sei nicht so einfach gewesen, erinnerte sich Landrat Josef Hauner, der die sechsköpfigen Fachjury tatkräftig unterstützt hatte. Es sind Flusslandschaften, Landschaftsbilder in oft verträumten Morgen- und Abendstimmungen oder auch Impressionen, die in der Domstadt eingefangen wurden.

„Ampertal im Sonnenaufgang“: So hat Manuel Hilgert aus Helfenbrunn sein Siegerfoto betitelt. Wie eine Schlange windet sich der Flusslauf der Amper durch das Moos zwischen Kirchdorf und Zolling. Ohne die technische Unterstützung durch eine Flugdrohne wäre das gar nicht möglich gewesen, räumte der Wettbewerbssieger ein. Es sei auf dem Weg zum Bäcker gewesen, erzählte Hilgert, als er die fast magische Nebelstimmung eingefangen habe. Ein „Testflug“ sei es gewesen, bei der die Flugdrohne, die er eigentlich zum Fotografieren von Hochzeiten angeschafft habe, zum Einsatz kam. Für das außergewöhnlich stimmungsvolle Bild durfte sich Hilgert über einen Gutschein für eine Flugreise im Wert von 450 Euro freuen.

Gleich dreimal hat der Abiturient Johannes Lesser aus Freising „abgeräumt“. Auch er war in den Morgen- und Abendstunden vor Ort, um Stimmungen an der Isar, der Stoibermühle und am Badesee in Pulling einzufangen.

Einem ganz besonderen „Date“ hat Martin Schuster aus Hallbergmoos seine Bordsteinperspektive zwischen Fischergasse und Dombergaufgang zu verdanken. Er sei mit Break-Dance-Weltmeister Benedikt Mordstein zum Fotoshooting unterwegs gewesen. Die Kamera habe er dabei natürlich ganz tief gehalten, um die Bewegungen dynamisch zu fokussieren. „Geh einfach mal kurz zur Seite “, habe er Mordstein gebeten, erinnerte sich der Fotograf.

„Die Gasse“ lautet der Titel dieses Fotos: Platz drei für Martin Schuster.

Ungewöhnlich ist auch die Sicht auf die Waldkirche in Oberberghausen, die Hubert Lachner während der Aufführung des Stücks „Magdalena“ der Freisinger Laienbühne im Kranzberger Forst so vorgefunden hat. Wie eine Theaterkulisse wirkt das Kircherl, das sich vor den Scheinwerfern der Freillichtbühne ganz unwirklich dunkel abhebt.

In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Oberbayern und dem Tourismusverband Hallertau sei der Wettbewerb durchgeführt worden, betonte Hauner. Die Gewinner durften sich über attraktive Sachpreise freuen. Die Schönheit des Landkreises Freising dürfen wohl demnächst auch die Besucher der Grünen Messe in Berlin genießen. Denn auch dort wird sich der Landkreis wieder präsentieren.

Gut zu wissen

Die Fotos können derzeit im Rahmen einer Ausstellung im Kreuzgang des Landratsamts besichtigt werden.                                                                                                                             Maria Martin

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

84 neue Stellen bei der Polizei
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt hat einen neuen Vorsitzenden. Florian Leitner (37/Inspektion Erding), …
84 neue Stellen bei der Polizei
Rentnerin (70) vermisst – Suche endet glücklich in Nandlstadt
Polizeieinsatz im nördlichen Landkreis: Am Sonntagabend wurde eine 70-Jährige vermisst, die Rettungskräfte suchten mit einem Großaufgebot nach der Frau. 
Rentnerin (70) vermisst – Suche endet glücklich in Nandlstadt
fresch wird familienfreundlich: Jetzt sind Öffnungszeiten und Tarife bekannt
Ob das fresch in Freising noch vor Weihnachten öffnet, ist unklar. Dafür sind nun die Öffnungszeiten und Eintrittspreise für das neue Kombibad bekannt.
fresch wird familienfreundlich: Jetzt sind Öffnungszeiten und Tarife bekannt
Die Gruft-Kapelle, die nie gebaut wurde
Die fast neun Jahrzehnte dauernde enge Verbindung der Unternehmerfamilie Schlüter zur Stadt Freising begann im Jahr 1912. Damals ersteigerte Anton Schlüter (1867-1949), …
Die Gruft-Kapelle, die nie gebaut wurde

Kommentare