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Nach einem 13-stündigen Sitzungsmarathon fiel das Urteil gegen einen 37-jährigen asiatischen Shuttlefahrer. Er soll seine Frau mehrfach vergewaltigt haben.

Haft-Urteil zu später Stunde

Frau vergewaltigt und geschlagen: Gericht fällt Urteil nach 13 Stunden Sitzungsmarathon

Nach einem 13-stündigen Sitzungsmarathon fiel das Urteil gegen einen 37-jährigen asiatischen Shuttlefahrer. Er soll seine Frau mehrfach vergewaltigt haben.

Südlicher Landkreis – Das ist rekordverdächtig: Nach einem 13-stündigen Sitzungsmarathon fiel das Urteil gegen einen 37-jährigen asiatischen Shuttlefahrer noch am Donnerstag kurz nach 22 Uhr: Die 6. Strafkammer des Landgerichts Landshut verhängte wegen Vergewaltigung und Körperverletzung gegen ihn eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren.

Der Prozess mit Auftakt Mitte März war ursprünglich auf nur zwei Verhandlungstage terminiert und ging dann in die „Verlängerung“. Auch am vierten Verhandlungstag am Donnerstag zeichnete sich zunächst kein Ende ab. Eine Reihe von Zeugen wurde vernommen und schließlich auch noch einmal das Opfer: Die 28-jährige Ehefrau des Shuttlefahrer hatte bereits zum Prozessauftakt ihr Martyrium über mehrere Stunden hinweg geschildert. Insgesamt zog sich ihre Vernehmung an beiden Tagen über acht Stunden hin.

Geschuldet war diese Mammutsitzung der Terminnot der 6. Strafkammer, vor der derzeit auch ein auf ein Dutzend Verhandlungstage angesetzter Drogenprozess um 1,8 Tonnen Kokain läuft, die in Bananenkisten ins Land geschmuggelt wurden.

Wie im Prozessverlauf mehrfach berichtet, wurde dem Shuttlefahrer vorgeworfen, in den Mittagsstunden des 29. Juni 2018 seine Ehefrau im gemeinsam bewohnten Appartement in Hallbergmoos mehrfach vergewaltigt zu haben. Zuvor soll er sie durch die Wohnung geschubst und gewürgt haben.

Zum Prozessauftakt hatte der 37-Jährige die Vorwürfe bestritten. Er sei weder gewalttätig gewesen, noch habe er sie vergewaltigt. Die Ehefrau war unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen worden. Unter anderem hatte sie berichtet, über Jahre hinweg von ihrem Mann geschlagen und vergewaltigt worden zu sein.

Die Kammer hatte dem 37-Jährigen statt der von der Staatsanwaltschaft angestrebten Freiheitsstrafe von fünf Jahren im Falle eines Geständnisses und einer Schmerzensgeldzahlung eine solche im Bereich von drei Jahren angeboten. Doch der Shuttlefahrer beharrte auf seiner Version, dass es weder zur Gewaltanwendung noch zu dem in der Anklage aufgeführten Vergewaltigung gekommen sei.

Verteidiger beantragen Freispruch

Die Plädoyers fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wobei Staatsanwältin Daniele Kustermann eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten forderte. Ihrem Antrag schloss sich Anwältin Gabriele Schöch an. Sie vertrat die als Nebenklägerin auftretende Ehefrau des Shuttlefahrers. Die Verteidiger des Angeklagten sahen dagegen unter anderem zahlreiche Widersprüche in den Aussagen der 28-Jährigen und beantragten Freispruch für ihren Mandanten.

Die Kammer kam zu dem Ergebnis, dass es an der Glaubwürdigkeit der Noch-Ehefrau, die inzwischen die Scheidung eingereicht hatte, keine Zweifel gebe. Schließlich, so Vorsitzender Richter Reiter, habe nicht sie Anzeige erstattet. Das Ermittlungsverfahren sei erst durch die Ärzte in Gang gekommen, als sie im Klinikum wegen der „Pille danach“ aufgetaucht sei und von der Vergewaltigung berichtet habe. Eine Falschbelastung oder gar ein Komplott könne deshalb ausgeschlossen werden. ötl

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Wegen sexuellen Missbrauchs stand nun  eine Haushamerin (45) vor Gericht. Sie hatte sich und ihre fünfjährige Tochter nackt von ihrem Lebenspartner fotografieren lassen.

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