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Die Kreisdelegierten der Freien Wähler: (v. l.) Benno Zierer, Maria Scharlach, Manfred Pointner, Marianne Heigl und Rainer Schneider.

Abgeordneter Zierer zwischen Hadern und Angriffslust

Freie Wähler Freising: Die CSU klaut uns unsere Anträge

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Kampfansagen für die Wahlen im kommenden Jahr und massig Kritik an der CSU: Die Freien Wähler im Landkreis Freising haben in der Jahreshauptversammlung am Montag auf Angriffsmodus geschaltet. Allerdings haderten sie auch mit einigen Vorgängen im Landtag.

Landkreis – Kreisvorsitzende Maria Scharlach und MdL Benno Zierer waren sich einig: Robert Weller habe einen sehr engagierten Wahlkampf geführt, knapp 12 000 Stimmen und letztlich 6,4 Prozent im Stimmkreis Freising-Pfaffenhofen erhalten. Dafür erhielt der Polizist massig Applaus von den rund 50 Freien Wählern im Gasthof Nagerl.

Doch sobald die Lorbeeren verteilt waren, legte Zierer los: „Noch nie war es so wichtig, dass die Freien Wähler in der Kommunalpolitik vertreten sind“, erklärte er. Seine Meinung: „Viele Dinge sind in Bayern noch nicht angepackt worden, weil sich die CSU dagegen gestellt hat.“ Als Beispiele nannte er die Energiewende und die Digitalisierung – in diesen Themenbereichen hätte sich in den vergangenen Jahren kaum etwas bewegt, erklärte er.

Das liege auch daran, dass Anträge der FW in den allermeisten Fällen einfach abgeschmettert würden – nur um ein paar Monate später leicht abgeändert von der CSU selbst eingebracht zu werden. Zierer hat dazu sogar Forschungen angestellt: „Wir haben das mal einen Praktikanten überprüfen lassen – rund 50 Prozent unserer Anträge kamen später verändert von der CSU.“

Für das kommende Wahljahr schickte Scharlach dann eine Kampfansage an die anderen Parteien: „Mit der Hilfe aller Freien Wähler schaffen wir es auch wieder, dass gute und kompetente Leute in den Gremien sitzen werden.“ Denn: „Aufgrund unserer Ideale gehören wir einfach in den Land- und Bezirkstag.“

Rainer Schneider, Vorsitzender der FW-Fraktion in Kreis- und Bezirkstag, kritisierte in seinem Rückblick den Umgang mit Birgit Mooser-Niefanger, die ihres Amts als stellvertretende Landrätin enthoben worden war: „Wenn jemand seine Arbeit anständig macht, ist so etwas nicht angebracht.“ Schließlich handle es sich dabei um eine Personenwahl. Das hätte man „menschlicher“ lösen können.

Abschließend wurden noch die Kreisdelegierten gewählt: Manfred Pointner, Marianne Heigl, Rainer Schneider, Benno Zierer und Maria Scharlach erhielten die meisten Stimmen. Ersatzdelegierte sind Robert Scholz, Sonja Kieslinger, Uwe Penner, Elisabeth Pointner und Heino Pause.

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