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Nach den Neuwahlen gratulierte MdL Benno Zierer (2. v. r.) der neuen Vorstandschaft (v. l.): Rolf Kaindl (Beisitzer), Karl-Heinz Freitag (Beisitzer), Heino Pause (Kassier), Ernst Berg (Beisitzer), Andi Raith (Pressereferent), Rita Schwaiger (Beisitzerin), Robert Mordstein (Beisitzer) Robert Weller (Vorsitzender), Dieter Hillenbrand (Beisitzer). Vorne: Daniel Beck (Schriftführer) und Ulrike Grabenweger (Beisitzerin).

Freie Wähler Freising ziehen Bilanz

Als „fleißige Fraktion“ einiges vorangetrieben

Die Freien Wähler Freising dürfen zufrieden sein: Das Volksbegehren „Straßenausbaubeiträge abschaffen“, das die Partei gemeinsam mit der Bürgerinitiative Freising Anfang Januar gestartet hatte, sei auf gewaltige Resonanz gestoßen.

Freising – Die nötige Anzahl von 25 000 Unterschriften habe man aller Voraussicht nach schon erreicht, informierte Vorsitzender Robert Weller bei der Jahreshauptversammlung im  Lerner. Bei den  Neuwahlen erhielt Weller das einstimmige Vertrauen der Mitglieder.

Das Thema „Strabs“ war allerdings bei weitem nicht alles, was die Freien Wähler im letzten Jahr auf Stadt- und Kreisebene angeschoben hatten. Zunächst gab es Lob für die Mitglieder. Dass er bei der Wahl zum Deutschen Bundestag als Direktkandidat der Freien Wähler mit 6,41 Prozent der Wählerstimmen das sechstbeste Ergebnis deutschlandweit einfahren habe dürfen, das sei den vielen Helfern zu verdanken. Frustration zum politischen Kurs der Parteifreien sei in der Bevölkerung nicht auszumachen, konstatierte Weller. Im Gegenteil: Man sei im Aufwind.

Das macht auch die Mitgliederentwicklung deutlich. Drei Neumitglieder wurden bei der Versammlung willkommen geheißen. Als „fleißige Fraktion“ hätten die Freien Wähler in den vergangenen Jahren einiges im Stadtrat vorangetrieben. Mandatsträger Weller erinnerte an das Engagement für bezahlbare Grundstücke im Eigenheimmodell oder die Verkehrsentlastung für Lerchenfeld, die auf Antrag der Freien Wähler über einen Süd-Ost-Ring erfolgen sollte. Allerdings seien der Fraktion auch die „Hände“ gebunden, erinnerte Weller an die fehlende Mehrheit im Stadtrat „ In Sachen Wohnungsbau werden wir aber den Druck hoch halten.“

Ernst Berg, der bei der Versammlung zum Nachfolger von Karl-Heinz Freitag als zweiter Vorsitzender bestätigt wurde, ließ in der anschließenden Diskussion seiner Enttäuschung Lauf, dass es von Seiten der Verwaltung im Freisinger Rathaus zu wenig Engagement in Sachen Eigenheimmodell gebe. „Da wird zu wenig an Familien gedacht.“

Einen Seitenhieb auf den Bezirk gab es von Rita Schwaiger. „ Wir Freisinger Kunstvereine verstehen nicht, dass uns die Ausstellungsmöglichkeit im Künstlerhaus am Schafhof nicht gewährt wird.“ Damit rannte sie bei Rainer Schneider offenen Türen ein. Der Fraktionsvorsitzende im Bezirkstag ließ verlauten, dass er auch schon lange bemüht sei, die Kulturstätte öffentlichkeitswirksamer zu gestalten.

2018 wird für die Freien Wähler nicht nur wegen der anstehenden Landtagswahlen spannend. Genau hundert Jahre sei der Zusammenschluss in mehrfach wechselnden Gruppierungen politisch aktiv, rechnete der alte und neue Vorsitzende vor. 20 Jahre Parteifreie Wähler (PFW), 40 Jahre Unabhängige Freisinger Bürger (UFB), 35 Jahre Freisinger Block und fünf Jahre Freie Wähler (FW): das ergebe zusammen hundert Jahre und das werde im Mai groß gefeiert. Zum traditionellen Fischessen am Aschermittwoch werde MdEP Arne Gericke erwartet. 

                                                                                                                   Maria Martin

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