Robert Weller: „Wir packen Themen an, an die sich andere nicht trauen.“

Freie Wähler setzen rhetorische Spitzen

„Die anderen reden nur, wir tun etwas“: Der Aschermittwoch der Landkreis-FW

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Als Politiker der Tat sehen sich die Freien Wähler. Bei ihrem Fischessen am Aschermittwoch im Weißbräu Huber brachten sich die FW auf allen politischen Ebenen von der Kommunal- bis zur Europapolitik in Stellung. Vor allem die CSU und der designierte Ministerpräsident Markus Söder durften als Feindbild herhalten.

Freising – Söders Ankündigung, den Bau der dritten Startbahn zu verschieben, bezeichnete Landtagsabgeordneter Benno Zierer als „Beruhigungspille“, von der man sich aber nicht einlullen lassen dürfe. Zierer war sich sicher, dass der erklärte Startbahnbefürworter Söder trotz dieser Beschwichtigungsversuche nichts unversucht lassen werde, die Piste im Moos in den kommenden Jahren durchzusetzen.

Robert Weller: „Wir packen Themen an, an die sich andere nicht trauen.“

Und auch der Freisinger FW-Ortsvorsitzende Robert Weller griff die CSU an: Die habe in dieser Frage jegliche Glaubwürdigkeit verloren. In Anspielung auf das Plakat, das die CSU beim Neujahrsempfang vorgezeigt hatte, spottete Weller: „Die gewinnen sie auch nicht zurück, wenn sie jetzt Anti-Startbahn-Banner aufstellen.“

Seit Mittwoch ist auch der Europaabgeordnete der FW aus Mecklenburg-Vorpommern, Arne Gericke, über die geplante Startbahn informiert. MdL Zierer hatte dem Gast aus dem hohen Norden bei einer Führung durch Freising und Attaching gezeigt, wo die dritte Piste gebaut werden soll. In seiner Rede im Huber griff auch Gericke die CSU an: Wenn Söder 500 Grenzpolizisten einstellen wolle, sei das reine Show: Denn mit diesen 500 Mann stoppe man keine Flüchtlingsströme, so Gericke. Dafür brauche es „europäische Maßnahmen“, so das MdEP.

Das Thema, mit dem die FW jetzt und auch bei der kommenden Landtagswahl besonders punkten wollen, ist die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs). Das Volksbegehren laufe auf Hochtouren, so Weller. Der Ortschef sagte, dass auch SPD, ÖDP und FDP gegen die Strabs angetreten seien. Die Einladung Wellers an Vertreter dieser Parteien, sich an den Infoständen zu beteiligen, sei aber nicht angenommen worden. Für Weller steht auch deshalb fest: „Die anderen reden nur, wir tun etwas.“

Und das gelte auch für die Anträge in der Stadtpolitik - zum Beispiel den auf einen Südostring. Nicht nachlassen würden die Freien Wähler auch in der Forderung nach einem Einheimischenmodell, demnächst packe man einen Masterplan für das Bahnhofsareal und die Entwicklung der Luitpoldanlage an. „Wir packen Themen an, an die sich andere nicht trauen.“

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