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Junge Könner im Bläserquartett: Charlotte von Urff, Jakob Kuen, Xaver Giglberger und Bartholomäus Schlüter (v. l.) eröffneten den Abend.

500. Junges Podium der Musikschule

Startrampe und Talentschmiede

Schon vom ersten Tag an begeisterte der Konzertabend die Zuhörer. Vor 35 Jahren ging das „Junge Podium“ an den Start: am Dienstag Abend wurde Jubiläum gefeiert. Die Musikschule Freising lud zum „500. Mal junges Podium“ in den Pavillon an der Kölblstraße.

Freising „Musizierstunde“ stand in in geschwungenen Lettern über dem Flyer, mit der der damalige Musikschulleiter Josef Goerge und sein Stellvertreter Fritz Kiermaier zum ersten Vorspielabend geladen hatten. Das war im November 1982. Wie viele begabte Kinder von hier aus in eine große musikalische Zukunft gestartet seien, das machte Martin Keeser deutlich, der die Leitung der „städtischen Sing- und Musikschule“ im Jahr 2008 übernommen hat (siehe Kasten). Vorgespielt wurde mit einem Soloinstrument oder auch im kleinen Ensemble, genau so wie das heute auch noch ist. Mit dem Format habe man Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit schaffen wollen, vor größerem Publikum zu spielen. Das sei wichtig, sagt Martin Keeser. Denn Musizieren bedeute „nicht nur im stillen Kämmerlein“ zu üben, sondern bedeute auch in der Gemeinschaft zu agieren. „Komponist, Musiker und Publikum, das gehört zusammen“. Und wie sich das anhörte, das wurde beim Jubiläumskonzert mit einem besonders attraktiven Programm umgesetzt. Charlotte von Urff, Bartholomäus Schlüter, Jakob Kuen und Xaver Giglberger eröffneten den Abend schwungvoll mit dem Allegro moderato aus dem Bläserquartett es-Dur von Carl Stamitz. Als die erst achtjährige Cosima Haslbeck mit ihrer Blockflöte zum Bouree des Barockkomponisten Jean Hotteterre ansetzte wurde es mucksmäuschenstill – wunderschön. Bruder Korbinian ließ im Anschluss die Tasten des Klaviers im geschmeidigen Fluss eines Boogie von Manfred Schmitz sprechen. Das Violoncello haben Magdalena Pellmaier, Pauline Neumann und Daniel Kuen zu ihrem Instrument gemacht. Das Trio „AmiCelli“ interpretierte ein Stück von Zoltan Kodaly.

Immer wieder seien es auch die Freisinger Familien, gewesen, die die Musikschule im Laufe der vielen Jahrzehnte unterstützt hätten, betonte Keeser. Mehrere Generationen hätten die Ausbildung genossen. Sie seien zu Stützen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in der Domstadt geworden.

Weitere Interpreten des 500. jungen Podium waren Marlene Paul (Zither), Niklas Philipp (Gitarre), Larissa Höcherl (Klavier), Julia Betz (Violoncello), Meo Schlüter (Klarinette), Luis Weidlich (Klarinette), Lilli Bulenda (Violine), Valerie Bulenda (Klavier), Dimitrios Schwechheimer (Trompete) und Marcus Huber (an der Posaune). maria martin

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