Auch über die Ismaninger Straße verlief der Weg der Schafherde. Die Autofahrer, so hieß es am Sonntag, trugen die kuriose Situation mit Fassung
+
Auch über die Ismaninger Straße verlief der Weg der Schafherde. Die Autofahrer, so hieß es am Sonntag, trugen die kuriose Situation mit Fassung

Polizei muss eingreifen

Schäfer kennt Weg nicht mehr - und läuft mit 900 Tieren durch Freising

  • Wolfgang Schnetz
    vonWolfgang Schnetz
    schließen

Die Autofahrer und Passanten in der Domstadt trauten am Sonntagmittag ihren Augen nicht: Ein Wanderschäfer spazierte mit 900 Schafen den Mainburger Berg hinauf.

Freising – So einen ungewöhnlichen Einsatz hat Polizeikommissarin Kristina Frischholz in ihrer Laufbahn bei der Polizei auch noch nicht koordiniert. Auslöser war der Wanderschäfer Rainer Schmalzbauer, der seine 900 Schafe umfassende Herde von einer Weidefläche bei Hallbergmoos nach Tüntenhausen treiben wollte.

Weil er aber, wie er später den Polizeibeamten angab, den Weg dorthin (er muss vor allem bahnkreuzungsfrei sein) nicht mehr so genau wusste, nahmen Schäfer und Gehilfe samt Herde kurzerhand die Strecke entlang der B 301/FS 44 zum Pförrerhof Richtung Freising. Danach ging es über die Ismaninger Straße in Lerchenfeld und die Isarstraße (Hochtrasse) über die Korbinianskreuzung bis zum Mainburger Berg. Kurz später traf die Polizei ein, denn ein Augenzeuge hatte den ungewöhnlichen Viehtrieb gemeldet.

Mehr zum Thema: In Aschendorf bei Papenburg in Niedersachsen griffen aggressive Schafe nahe Oldenburg Passanten an. Wie nordbuzz.de berichtet, wird gegen den Eigentümer wegen Körperverletzung ermittelt.

„Alle haben in den Autos gelacht“

Die Lerchenfelderin Katrin Stockheim beobachtete am frühen Nachmittag das kuriose Chaos auf der Ismaninger Straße. „Es ist zwar keiner mehr durchgekommen, aber jeder hat aus seinem Auto heraus gelacht.“

Polizeikommissarin Kristina Frischholz reagierte prompt: „Ich ließ insgesamt drei Streifenfahrzeuge die Herde bis nach Tüntenhausen eskortieren. Kurz vor der Ortschaft wurden die Tiere auf eine freie Fläche neben der Bundesstraße gelenkt.

Jetzt wird der Fall untersucht, erklärte die Polizistin. Der Schäfer habe eine gültige Viehtrieb-Erlaubnis vom Veterinäramt vorzeigen können, aber was die alles umfasse, müsse jetzt überprüft werden. Und davon hänge ab, ob und welche Konsequenzen den Schäfer treffen.

Jede Hilfe kam zu spät: Taucher aus München stirbt in beliebtem See

Am Samstag konnte die Wasserwacht einen Taucher nur noch tot aus dem Walchensee bergen (Merkur.de).

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare