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Mit meisterlicher Virtuosität interpretierte Rebekka Hartmann die vielen lyrisch-schwermütigen Passagen.

Kammerorchester Freising brilliert beim Asamsommer

Ein Abend voller musikalischer Leidenschaft

Freising - Große Musik beim Abschlusskonzert des „Asam-Sommer“ am Sonntag Abend: Unter der Leitung von Christoph Eglhuber brillierte das Kammerorchester Freising in großer symphonischer Besetzung mit dem Konzert D-Dur für Violine und Orchester, opus 35 und der Sinfonie Nummer 9 in e-moll „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorak. Als Solistin war die international renommierte Violonistin Rebekka Hartmann zu hören.

Mit meisterlicher Virtuosität interpretierte Rebekka Hartmann die vielen lyrisch-schwermütigen Passagen.

Seit 30 Jahren bietet das Kammerorchester Freising – ursprünglich ein Streicherensemble – hervorragende Konzerte. Für das Jubiläumskonzert hatte sich Ensembleleiter Christoph Eglhuber ein hoch emotionales Werk eines begnadeten russischen Komponisten ausgesucht: das Konzert D-Dur für Violine und Orchester opus 35 von Peter Tschaikowsky. 

Im Jahr der Uraufführung 1881 in Wien war das Werk umstritten. Heute zählt es zu den großen Violinkonzerten des Jahrhunderts und wird weltweit gespielt. Voller technischer Tücken präsentiert sich dieses geniale Stück: Für die Solistin des Abends, Rebekka Hartmann, eine große Herausforderung. Mit meisterlicher Virtuosität interpretierte sie die vielen lyrisch-schwermütigen Passagen, die – wie es oft heißt, so manchen Violonisten an die Grenzen des Könnens getrieben haben sollen. Mit ihrer Stradivari-Violine aus dem Jahr 1675 ließ Hartmann die schwierigen Doppelgriffpassagen, Oktavenketten und gebrochenen Dreiklänge im geforderten schnellen Tempo erklingen: leidenschaftlich, temperamentvoll und pulsierend. 

Das spannungsreiche Kammerkonzert ließ auch das Hitze geplagte Publikum im Asamsaal munter bleiben.

Ein Star, der sich dem Freisinger Publikum ganz natürlich präsentierte: zwischen den Sätzen musste sich die Violonistin immer wieder eines Taschentuches bedienen, mit dem sich der Schweiß von Stirn und Wangen wischen ließ. Aufgrund der unsicheren Wetterprognosen war nämlich die Aufführung vom ursprünglichen Veranstaltungsort, dem Asaminnenhof, ins sichere „Trockene“ in den Saal verlegt worden. Die Temperaturen dort machten den Musikern auf der Bühne sichtlich zu schaffen. Doch sowohl der große Klangkörper des Orchesters, als auch die versierte Solistin büßten dadurch nichts an Qualität ein: das spannungsreiche Konzert ließ auch das Hitze geplagte Publikum munter bleiben. Sogar nach der Pause waren alle Plätze im ausverkauften Saal besetzt. 

Und das war auch gut so. Denn im zweiten Teil des Abends entführte das Kammerorchester in die „Neue Welt“. Antonin Dvorraks Sinfonie, Nummer 9 in e-moll stand auf dem Programm: Ein Werk, das jeder Musikliebhaber kennt. Das Kammerorchester Freising interpretierte es auf höchstem musikalischen Niveau und selten hörbarer Gefühlstiefe. Das Freisinger Publikum, dem diese Aufführung wohl nachhaltig in Erinnerung bleiben wird, bedankte sich mit tosendem Applaus und Bravo-Rufen.

Maria Martin

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