Ein Mann geht mit zwei Taschen an einem Christbaum vorbei.
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Trotz Corona-Pandemie starten die Freisinger Einzelhändler das Weihnachtsgeschäft optimistisch.

„Schön zu sehen, wie alle solidarisch sind“

Abhol-Schalter und Lieferservice: Freisings Einzelhändler starten Weihnachtsgeschäft optimistisch

  • Magdalena Höcherl
    vonMagdalena Höcherl
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Das Weihnachtsgeschäft beginnt. Freisings Einzelhändler sind trotz Pandemie guter Dinge. Sie haben sich einiges einfallen lassen.

Freising – Das Weihnachtsgeschäft steht an, und die Verlängerung des „Lockdown light“ bringt Freisings Einzelhändler keine Erleichterung: In Geschäften mit einer Verkaufsgröße unter 800 Quadratmeter ist weiterhin nur eine Person pro zehn Quadratmeter erlaubt. „Trotzdem ist die Stimmung erstaunlich gut“, sagt Julia Bönig, Geschäftsführerin der Aktiven City Freising.

Vorbestellungen und verlängerte Öffnungszeiten

Viele Einzelhändler hätten sehr gut funktionierende Systeme entwickelt – etwa, dass Körbchen am Eingang stehen, die signalisieren, ob noch Kunden eintreten dürfen. „An die Situation hat man sich schon gewöhnt, großartige Änderungen gibt es nicht.“

Freilich erwarten die Geschäfte im Dezember mehr Kunden als bisher. Dafür seien sie schon gerüstet: „Viele setzen auf Vorbestellungen. Beim Kasdandler kann man zum Beispiel dann per Funkklingel vor dem Laden Bescheid geben, dass man da ist – und die bestellte Ware wird rausgebracht.“ Im Spielwarengeschäft Hölzlkramer seien Vorbestellungen ebenfalls möglich. Abgeholt werden könne der Einkauf dann in anderen Mitgliedsgeschäften der Aktiven City. Das Feinkostgeschäft Vom Fass nutze in der Vorweihnachtszeit die Eisdiele Veneto, um das Geschäft auf zwei Standorte zu verteilen. Zudem sollen individuelle und verlängerte Öffnungszeiten helfen, das Geschäft zu entzerren.

Viele Läden bieten Lieferdienste an

Laut Bönig setzen die Geschäfte nicht nur auf Vorbestellungen und separate Abhol-Schalter, sondern auch auf Lieferungen nach Hause. „Das bieten viele Läden an, Bücher Pustet zum Beispiel oder der Grimm. Man sollte keine Hemmungen haben und diesen Service wirklich auch nutzen“, betont die City-Managerin.

Grundsätzlich seien die Einzelhändler sehr optimistisch eingestellt. „Doch dass die Gastronomie weiterhin nur Take-away anbieten darf, ist schon gruselig“, sagt Bönig. Der Einkaufsbummel mit anschließendem Essen oder Kaffeetrinken falle heuer flach. „Das wird uns fehlen, doch wir machen das Beste aus der Situation.“

Aktive-City-Einkaufsgutscheine sind sehr beliebt

Um trotzdem festliche Stimmung aufkommen zu lassen, möchte die Aktive City kleine, adventliche Aktionen umsetzen – freilich dezentral und coronakonform. „Nächste Woche startet wieder die bärige Schatzsuche, und die Weihnachtsbeleuchtung trägt auch ihren Teil zu einer schönen Atmosphäre bei“, sagt Julia Bönig.

Worüber sie sich besonders freut: „Die Nachfrage nach Aktive-City-Einkaufsgutscheinen ist heuer bereits jetzt extrem groß“, berichtet die City-Managerin. „Es ist sehr schön zu sehen, wie in der Pandemie alle zusammenhelfen und solidarisch sind.“

Bayerische Bibliotheken und Volkshochschulen müssen wieder schließen. Für Freisinger Betreiber kam das überraschend. Unterkriegen lassen wollen sie sich jedoch nicht.

Jetzt ist klar, wo das Impfzentrum des Landkreises Freising untergebracht wird: im ehemaligen Stabsgebäude der Stein-Kaserne.

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