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Bedeutsames Ehrenamt: OB Tobias Eschenbacher verabschiedete Stadtheimatpfleger Norbert Zanker (r.) und stellte seinen Nachfolger, Matthias Weniger, vor. 

Abschied für Stadtheimatpfleger Norbert Zanker

Unbequem, aber höchst kompetent

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„Hört auf die Leute, die nicht den Ruach im Gnack haben!“ Norbert Zanker ist Bayer. Und das bleibt er. Auch jetzt, nachdem er nicht mehr Stadtheimatpfleger in Freising ist. Sein im besten Dialekt formulierter Wunsch an die Stadträte bei seiner Verabschiedung am Mittwoch bewies das.

Freising Zwei Oberbürgermeister und vier Stadtbaumeister hat Zanker, der am 1. Januar 2002 zum Stadtheimatpfleger bestellt worden war, erlebt. Jetzt sagte er Danke vor allem auch an die Bürger, die dafür gesorgt hätten, dass Freising in den vergangenen Jahren bunter geworden sei. Gleichzeitig wurde am Mittwoch Zankers Nachfolger vorgestellt: Matthias Weniger. Und der wusste ganz genau: „Das wird eine schwierige Aufgabe.“

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher bezeichnete Zanker als selbstbewussten Stadtheimatpfleger, der – wie zuletzt beim Oktogon – den Finger in die Wunde gelegt habe. Zanker, der 2002 zum Stadtheimatpfleger bestellt und 2011 wieder bestellt worden war, sei nicht nur Regierungsbaumeister, Architekt und Kreisbaumeister, sondern auch Dom-Ministrant gewesen, sagte Eschenbacher. Und: Bei Zanker habe man das Gefühl gehabt, er kenne jeden Freisinger. Der Mann, der durch seine Skizzen und kleinen Zeichnungen sogar im Goldenen Buch der Stadt Freising verewigt ist, sei 16 Jahre lang Vermittler zwischen Bauherren, Stadt und Ämtern gewesen. „Sie stehen für die Qualität der Baukultur“, lobte der OB den scheidenden Stadtheimatpfleger.

Dessen Nachfolger heißt Matthias Weniger, ein Kunsthistoriker, der in Museen in Berlin und Dresden beschäftigt gewesen sei und jetzt als wissenschaftlicher Referent im Nationalmuseum München arbeite, der seit 15 Jahren in Freising wohne und „sich auskennt“, wie Eschenbacher betonte. Die Berufung Wenigers sei in enger Abstimmung mit dem Historischen Verein und dem Verein für Stadtbildpflege erfolgt. Weniger selbst sagte, er kenne zwar „nicht jeden Stein“, habe sich auch etwas „geziert“, weil er dieses Ehrenamt schließlich ernst nehme und die Aufgabe gut erfüllen wolle.

Als seine Aufgabe sah es Weniger unter anderem an, „die Besonderheiten Freisings zu stärken“. Er wisse freilich, dass er mit diesem Posten immer zwischen den Stühlen sitze und sich stets aufs Glatteis begebe. Dennoch: Das Gläschen Sekt, das der Stadtrat auf Zanker und Weniger erhob, ließ er sich schmecken.

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