U2 und U7: Zugausfälle, Unterbrechungen und Verzögerungen

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Deutlich niedrigere Abwassergebühren in Freising

Ab Jahreswechsel spart jede Familie kräftig Geld

Freising - Man musste etwas warten, bis der Werkausschuss für den Eigenbetrieb Stadtentwässerung beschlussfähig war. Aber es lohnte sich: Vor allem für die Bürger. Denn sonst wären keine neuen, niedrigeren Gebühren und Beiträge beschlossen worden.

 Alle vier Jahre müssen die Gebühren für die Abwasserbeseitigung neu kalkuliert werden. Für 2017 und die Folgejahre war es nun wieder so weit. Und: Sowohl die Gebühren für die Schmutzwasserbeseitigung als auch die Herstellungsbeiträge für neue Kanalanschlüsse sinken ab 1. Januar 2017. Die Gebühren für Niederschlagswasser steigen hingegen leicht.

Sachverständige Dagmar Suchowski legte den Stadträten dar, was bei der Gebührenkalkulation herausgekommen sei: In den Jahren 2012 bis 2016 habe der Eigenbetrieb Stadtentwässerung bei der Entsorgung von Schmutzwasser ein dickes Plus von 4,6 Millionen Euro gemacht, bei der Beseitigung des Niederschlagwassers ein kleines Minus von 212 000 Euro. Weil Gewinne und Verluste laut Gesetz zwingend an die Gebührenzahler weiterzugeben sind, ergeben sich nun für die neuen Gebühren ab 2017 folgende Sätze: Für einen Kubikmeter Schmutzwasser sind künftig 1,49 Euro fällig (bisher 2,03 Euro), die Gebühr für Niederschlagswasser steigt leicht von 0,62 auf 0,83 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche.

Ein Beispiel, wie sich das in der Praxis auswirkt: Bei einem Einfamilienhaus mit 97 Quadratmeter versiegelte Fläche und vier Personen dürfte man pro Jahr knapp 90 Euro sparen, rechnete der langjährige Kämmerer des Eigenbetriebs, Robert Hauner, bei seiner letzten Werkausschusssitzung vor seiner Pensionierung vor. Seine Botschaft: „Jede Familie spart.“

Und auch Häuslebauer sparen ab Januar 2017: Wie Suchowski ebenfalls vorrechnete, ergebe auch die Neuberechnung der Herstellungsbeiträge niedrigere Zahlen. So müssen ab 2017 für einen neuen Hausanschluss (inklusive Grundstücksanschlüsse im öffentlichen Straßengrund) 4,92 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 13,37 Euro pro Quadratmeter Geschoßfläche bezahlt werden. Bisher war man mit 5,95 und 14,40 Euro dabei. Die neue Beitrags- und Gebührensatzung wurde vom Ausschuss mit 5:0 genehmigt.

Ebenfalls um Zahlen ging es bei der Genehmigung des Jahresabschlusses 2015 der Stadtentwässerung und des Wirtschaftsplans 2017: 2015 hat der Eigenbetrieb mit einem Jahresüberschuss von 823 000 Euro abgeschlossen. Und für 2017 erwartet man trotz Investitionen in das Kanalnetz und die Kläranlage von über sechs Millionen Euro einen kleinen Gewinn in Höhe von 42 400 Euro. Allerdings ist eine Kreditaufnahme von 5,5 Millionen notwendig.

Rubriklistenbild: © dpa

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