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Die neue Vorstandschaft der Jusos im Landkreis: Michael Weindl (Vorsitzender), Max Krimmer (Vize-Vorsitzender), Alina Graf (Beisitzerin), Lena Zehetbauer (Vize-Vorsitzende), Peter Wagner (Beisitzer) und der ehemalige Kreis-Chef Andreas Mehltretter (v. l.). 

Freisinger SPD-Kreisvorstand will Konsequenzen in Berlin sehen

„Allerhöchste Zeit für neue Ideen“: Freisinger Juso-Chef will Konsequenzen sehen

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Ob dieses Signal im Willy-Brandt-Haus in Berlin ankommt? Michael Weindl, der neue Vorsitzende der Jusos im Kreis Freising, fordert zur Erneuerung der SPD „ganz klar“ auch personelle Veränderungen im Bundesvorstand der Genossen.

Freising– Michael Weindl, 20 Jahre, wohnhaft in Dürnast, Student an der TUM und bisher Stellvertreter des Juso-Kreisvorsitzenden Andreas Mehltretter, wurde am Montagabend im Etcetera zum neuen Juso-Chef gewählt. 16 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen – so das Ergebnis des Mannes, den auch die schwere Zeit, die die SPD gerade durchmache, nicht davon abhielt, das Amt zu übernehmen. Große Defizite in Deutschland sehe er im Bereich Digitalisierung und Breitbandausbau. „Da kommen wir nicht hinterher.“ Und das Problem des fehlenden Wohnraums sei vor allem auch für die Jugend ein großes.

Sein Vorgänger im Amt, Andreas Mehltretter, der sechs Jahre als Juso-Kreisvorsitzender die Mitgliederanzahl von 40 auf jetzt 86 steigerte, trat zur Neuwahl nicht mehr an, weil er bekanntlich in der vergangenen Woche zum Kreisvorsitzenden der SPD gewählt worden war. In seinem Rückblick bilanzierte Mehltretter, man sei sehr aktiv und präsent gewesen. Jetzt aber sei es „allerhöchste Zeit für neue Ideen“, so Mehltretter zu seinem Abschied.

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Die zwei Stellvertreter des neuen Juso-Chefs heißen Lena Zehetbauer (22), die erst vor zwei Wochen auch in die SPD eingetreten ist und sich wünschen würde, dass sich die SPD nicht mehr selbst hasst, und Max Krimmer (20), Student der Informatik, für den Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität wichtige Werte sind. Als Beisitzer fungieren die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Alina Graf (26) und Peter Wagner (20).

Begonnen hatte die Jahreshauptversammlung mit einem Bericht von Kreis- und Stadtrat Peter Warlimont. Der hatte davon gesprochen, dass die Kreis-SPD gerade dabei sei, ein Mobilitätskonzept zu erarbeiten, das man Anfang 2019 vorstellen werde. Wichtig: Man dürfe da „keine Luftschlösser bauen“, sondern werde einen realistischen Vorschlag machen. Juso- und SPD-Mitglied Victor Weizenegger ergänzte in Sachen MVV-Tarifreform, dass „die großen Klöpse raus sind“, der neue Entwurf besser sein dürfte. Auf Stadtebene, so Warlimont weiter, beschäftige das Thema Wohnungsbau die Genossen nachhaltig. Und der SPD-Stadtrat äußerte sich auch zum Thema Abseits: Die SPD stehe dem Kauf des Abseits durch die Stadt deshalb skeptisch gegenüber, weil der Noch-Besitzer Guy Graf von Moy und der Pächter sich um das Gebäude „nichts geschissen“ haben, und es jetzt die öffentliche Hand richten solle. Das vom Abseits-Verein vorgelegte Konzept berücksichtige zudem Unwägbarkeiten nicht, die bei einer Instandsetzung des Gebäudes immer vorkommen könnten. Aus Juso-Kreisen gab es dazu keinen Widerspruch.

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