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Für 20 engagierte Jahre wurde Vorsitzender Christian Rester (r.) von Dieter Müller geehrt. 

Alpenverein Sektion Freising

Gute Zahlen – und für den Chef einen Schoko-Berg

Es geht weiter bergauf beim Alpenverein. Die Sektion Freising im DAV zählt aktuell über 5000 Mitglieder. Allein in den vergangenen drei Jahren kamen 1000 neue Mitglieder hinzu. Das liegt nicht zuletzt an der eigenen, bei jungen Leuten sehr beliebten Kletterhalle. Wegen der Einnahmen daraus gab es zuletzt Spekulationen, wonach man die Gemeinnützigkeit verlieren könnte. Die Vereinsführung gab bei der Jahreshauptversammlung im Hofbrauhauskeller aber Entwarnung.

Freising–  Sowohl der Vorsitzende Christian Rester, als auch sein Stellvertreter Manfred Kastlmeier versicherten, dass sich das Thema so gut wie erledigt hat, weil der Hallenbetrieb eben nicht den Hauptzweck des Vereins darstelle. „Kein Grund zur Panik“, sagte Kastlmeier vor gut 100 DAV-Mitgliedern. Auch Rester wies darauf hin, dass der Vorwurf, Vereinszweck und Kommerz würden vermischt, nicht zu halten sei. Grund für die Spekulationen waren laut Kastlmeier Klagen kommerzieller Kletterhallenbetreiber, die eine steuerliche Bevorzugung des Alpenvereins vermuteten.

Auf einem guten Weg ist man laut Rester auch, was die angespannte Parkplatzsituation im Bereich der Kletterhalle am Seilerbrückl anbelangt. Nach längeren Verhandlungen mit der Stadt Freising sehe es jetzt wohl so aus, dass diese bereit ist, ein angrenzendes Grundstück der Bundesbahn käuflich zu erwerben und es dem Alpenverein als Parkplatz zur Verfügung zu stellen.

Damit nicht genug der frohen Kunde. Wie Rester und auch Kassier Martin Steinleitner deutlich machten, ist es gelungen, die Verbindlichkeiten der Sektion deutlich zu verringern. Rester sprach von einem Drittel in drei Jahren. Kastlmeier erklärte, man habe 2017 gut gewirtschaftet und trotz hoher Ausgaben eine Sondertilgung in Höhe von 90 000 Euro leisten können. Den aktuellen Schuldenstand bezifferte er auf 153 000 Euro. Ob so etwas im laufenden Jahr allerdings noch einmal gelingt, bezweifelte Kastlmeier. Es stünden eine Reihe Investitionen und Reparaturen an. Der Kassier äußerte aber die Hoffnung, die Verbindlichkeiten bei der Sparkasse statt wie gedacht in fünfzehn, bereits in zehn Jahren zurückzahlen zu können.

Ohne das Ehrenamt könne die Sektion ihre zahlreichen Aufgaben wie den Betrieb der Kletterhalle und der Hütten, die Organisation der Touren und dergleichen mehr nicht leisten, wie Rester schließlich betonte.

Am Ende wurde dem Vorsitzenden selbst noch große Ehre zu Teil. Aufgrund seiner 20-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender ließen Wegbegleiter wie Manfred Kastlmeier, Dieter Müller und Martin Keeser die Erfolge der vergangenen zwei Jahrzehnte noch einmal Revue passieren. Als Zeichen des Dankes erhielt Rester einen Berggipfel aus Schokolade. alexander Fischer

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