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Ihre Wertschätzung für die Ehrenamtliche in der Altenhilfe zollten am Dienstagabend: Landrat Josef Hauner, Petra Lichtenfeld (Betreuungsamt) und Elisabeth Feustel (Gerontologin, v. l.).

Wichtiger Beitrag zum „menschlichen Miteinander“

Als Dankeschön: Landratsamt richtet Feier für Ehrenamtliche in der Altenhilfe aus

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Weil die Gesellschaft immer älter wird, steigt auch die Zahl der Menschen, die gepflegt werden müssen. Dass man diese Aufgabe überhaupt „stemmen“ könne, dazu trage das Ehrenamt bei. So lautete die Analyse von Landrat Josef Hauner am Dienstag, als der Landkreis Ehrenamtliche in der Altenhilfe zur Dankeschön-Feier geladen hatte.

Freising – Im großen Sitzungssaal des Landratsamt hatten sich rund 40 ehrenamtlich Tätige versammelt, um erst die Würdigung ihrer Arbeit durch den Landrat, dann den Vortrag von Gerontologin Elisabeth Feustel zu hören und anschließend im Marstall bei einem gemeinsamen Essen mit Musik den Abend ausklingen zu lassen.

Der Landkreis Freising sei zwar einer der jüngsten in Bayern, so Hauner, doch mache sich auch hier der demografische Wandel bemerkbar. Gleichzeitig wünschten sich die meisten älteren Menschen, möglichst lange zu Hause leben zu können. Doch weil das Alter häufig gesundheitliche Einschränkungen mit sich bringe, brauche es da oft Hilfe. Und da komme das bürgerschaftliche Engagement ins Spiel, ohne das diese Herausforderungen kaum zu bewältigen seien. Hauner lobte, in wie vielen verschiedenen Bereichen die ehrenamtlich Helfer tätig seien – von Besuchen über gemeinsame Spaziergänge und Einkaufen bis hin zu Kochen, Singen oder auch Spielen. „Sie schenken den alten Menschen Aufmerksamkeit“, so Hauner. „Sie verbringen so Ihre wertvolle Zeit.“ Und: „Sie tragen zu einem menschlichen Miteinander bei.“ Bei aller Wertschätzung für den Einsatz der Helfer dürfe das nicht dazu führen, dass professionelle Kräfte eingespart werden, warnte Hauner.

Der Landrat betonte aber auch, dass das Landratsamt verschiedene, in der Altenpflege tätige Einrichtungen und Organisationen unterstütze – vor allem finanziell: Dazu gehörten beispielsweise die Beratungsstellen für pflegende Angehörige der Caritas und AWO, die kirchliche Sozialarbeit der Diakonie, außerdem die Koordinierungsstelle für die niedrigschwellige Betreuungsangebote der Caritas und AWO, dazu die ehrenamtliche Wohnberatung, das Projekt „Wohnen für Hilfe“. Zudem sei für 2019 eine Stelle vorgesehen, die eine unabhängige Pflegeberatung anbiete, was, so betonte Hauner, nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu anderen solchen Angeboten gedacht sei. Und schließlich sei der Landkreis ja auch Gesundheitsregion plus. Jahresschwerpunktthema: Seniorengesundheit.

Den ehrenamtlich Tätigen dankte Hauner für deren Ausdauer, Kreativität, Verlässlichkeit, Herzblut und Einfühlungsvermögen. Danach durften die Gäste mit Feustel virtuell in eine stationäre Einrichtung, „eine andere Welt“, eintauchen. Thema ihres Vortrags: „Ehrenamt in der stationären Altenhilfe – eine Symbiose?“.

Weil der Landkreis das würdigen wollte, was die in der Altenpflege tätigen Ehrenamtsmitarbeiter das ganze Jahr über und meist schon seit vielen Jahren leisteten, wartete auf die Frauen und Männer im Anschluss daran ein leckeres Essen im Marstall des ehemaligen Prämonstratenser-Klosters. zz

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