Dschungelcamp - Fahrgeschäft auf dem Freisinger Sommer in der Stadt
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Hindernisse aller Art und Abenteuer pur verspricht die Volksfest-Attraktion „Dschungelcamp“ – und bietet auch die Vorbereitung auf „Sommer in der Stadt“.

Alternativ-Veranstaltung zum Volksfest „Sommer in der Stadt“

Gibt es überhaupt grünes Licht? - Freisinger Familienpark wird bereits aufgebaut, Organisator bangt

  • Manuel Eser
    VonManuel Eser
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Für den Freisinger „Sommer in der Stadt“ wird bereits aufgebaut. Dabei gibt es für die Alternativveranstaltung zum Volksfest noch keine Genehmigung - ein Krimi!

  • Das traditionelle Freisinger Volksfest fällt Corona-bedingt aus.
  • Als Ersatz hat ein Münchner Schausteller einen Familienpark konzipiert - mit Fahrgeschäften und Biergarten.
  • Aus logistischen Gründen hat der Aufbau bereits begonnen, doch das grüne Licht der Behörden fehlt noch.

Freising – Der Zaun für den Familienpark auf der Luitpoldanlage ist aufgebaut. Das Dschungelcamp steht, andere Attraktionen und Fahrgeschäfte werden gerade errichtet. Und auch der Strom wurde von den Stadtwerken bereits angeschlossen. Die Vorbereitungen für den Freisinger „Sommer in der Stadt“, der am 3. September beginnen soll, laufen bereits, und doch ist es für die Freisinger noch zu früh für Vorfreude.

Denn es gibt noch ein pikantes Detail: Die behördliche Genehmigung für die 17-tägige Veranstaltung, die als Ersatz für das Corona-bedingt abgesagte Freisinger Volksfest stattfindet, steht noch aus.

Entscheidung naht

Das bestätigte Eva Zimmerhof, Sprecherin des Landratsamts. Sie teilte dem FT mit, dass ein Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung für den Familienpark zwar vorliege. „Ein exaktes Datum für die abschließende Beurteilung können wir aber wegen der Beteiligung weiterer Stellen im Rahmen des Verfahrens noch nicht festlegen.“ So sei auch die Regierung von Oberbayern involviert.

Hängepartie: Die klassische Schiffschaukel steht bereits. Gibt es für sie grünes Licht?

Die schlechte Nachricht für alle, die sich auf den „Sommer in der Stadt“ freuen: Veranstaltungen, die im Rahmen des Hallberger Herbst hätten stattfinden sollen, hat das Landratsamt gerade erst als nicht zulässig beurteilt und dabei auf die derzeitige Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verwiesen. Dabei hatten die Veranstalter dort die Einhaltung von 3 G zugesagt. Und das Herbstfest dort war auf einem 160 000 Quadratmeter großem Areal geplant. Zum Vergleich: Der „Sommer in der Stadt“ soll auf 15 000 Quadratmetern stattfinden.

Veranstalter muss jetzt bereits handeln

Die Stadt Freising, die voll hinter der Veranstaltung auf der Luitpoldanlage steht, hofft weiterhin auf Grünes Licht. „Aufgrund wirklich intensiver Vorarbeiten erscheint die Genehmigung bis dato möglich“, betonte Rathaussprecherin Christl Steinhart. „Wegen des erforderlichen zeitlichen Aufwandes hat der Aufbau mit stark angezogener Handbremse deshalb auch schon begonnen.“

Dass man mit den Arbeiten bereits begonnen hat, obwohl die Genehmigung noch aussteht, möchte der Münchner Schausteller Karl Kollmann, der den Familienpark samt historischem Biergarten organisiert, nicht verstanden wissen. „Wir mussten einfach anfangen, sonst würden wir es bis zum Start am 3. September nicht rechtzeitig hinbekommen“, sagte er dem FT. Deshalb sei er aus logistischen Gründen auch erheblich in Vorleistung gegangen – „auch in finanzieller Hinsicht.“

Ministerpräsident lässt hoffen

Was ihn antreibt und Hoffnung macht: dass landes- und bundesweit aktuell solche sogenannten Pop-up-Parks genehmigt wurden. „Auch wir haben schon Familienparks in ganz unterschiedlichen Größenordnungen durchgeführt“, sagt Kollmann. „Nie gab es Probleme.“

Und habe nicht Ministerpräsident Markus Söder gerade gesagt, dass Veranstaltungen inzidenzunabhängig stattfinden können, sofern 3G eingehalten werde. „Wir können das gewährleisten“, betont der Schausteller. Ohnehin gebe es im Eingangsbereich eine Laserschranke, an der die Besucher gezählt werden, weil sich maximal 1000 Personen auf dem Areal aufhalten dürfen, 400 davon im Biergarten. „Außerdem bieten wir an, zusätzlich zum bestehenden Testzentrum auf der Luitpoldanlage noch ein zweites für unsere Gäste auf die Beine zu stellen.“

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Neben mehreren Studiengängen und Ehrenämtern ist Benedict Gruber (26) aus Moosburg auch in der Lokalpolitik tätig. Sein Geld verdiente er seiner Zeit jedoch mit einem mehr als ungewöhnlichen „Nebenjob“.

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