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2G-Aufhebung in Geschäften: Bayerischer Einzelhändler zwiegespalten - „Fraglich“

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Von: Magdalena Höcherl

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Bundesweit gelten von nun an strengere Corona-Regeln.
Im bayerischen Handel gilt die 2G-Regel nicht mehr. © picture alliance/dpa/Peter Kneffel

Die 2G-Regel im Handel ist aufgehoben. Richard Grimm, Einzelhändler aus Freising, ist zwar erleichtert - aber nicht unkritisch.

Freising – Erst wurde sie gelockert, jetzt fällt sie ganz: Das Bayerische Verwaltungsgericht hat die 2G-Regel für den Einzelhandel gekippt, laut Staatsregierung wird sie nun komplett ausgesetzt. Das bedeutet, dass nun wieder unabhängig vom Impfstatus eingekauft werden kann. Ein Einzelhändler, dessen Laden bis zuletzt von der Zugangsbeschränkung für Geimpfte und Genesene betroffen war, ist Richard Grimm vom gleichnamigen Haushaltswarengeschäft an der Oberen Hauptstraße in Freising. Er ist ob der Aufhebung der 2G-Regel zwiegespalten.

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2G-Regel im Einzelhandel gekippt: „Natürlich eine Erleichterung für uns“

Herr Grimm, ab sofort darf wieder jeder, der möchte, bei Ihnen einkaufen. Ist das eine gute Nachricht?

Dass die 2G-Regel im Handel nun komplett ausgesetzt wird, ist insofern natürlich eine Erleichterung für uns, als dass wir nicht mehr kontrollieren müssen. Nachdem die Regel ja bereits für die Bekleidungsgeschäfte gefallen ist, waren wir noch eine der wenigen Branchen, die kontrollieren mussten.

Richard Grimm
Richard Grimm ist Inhaber des gleichnamigen Haushaltswarengeschäfts in Freising. © Archiv

Jetzt gilt wieder eine Regel für alle Geschäfte.

Das ist schon gerechter. Die Frage, die sich ja ohnehin schon immer gestellt hat, war die nach dem täglichen Bedarf. Zum Beispiel im Buchhandel galt die 2G-Regel nie, aber ist ein Buch mehr täglicher Bedarf als eine Bratpfanne oder eine Kaffeemaschine? Diese Trennung ist sehr schwierig. Zudem gab es da eine Verschiebung innerhalb der Branchen. Wir durften Pfannen nur an Geimpfte oder Genesene verkaufen, im Supermarkt hat sie jeder bekommen. Das war schlicht unfair.

Keine 2G-Regel im Einzelhandel: Angesichts der Inzidenz „fraglich“

Bot die 2G-Regel in Ihren Augen dennoch auch Vorteile?

Es gab auf jeden Fall Kunden, die sich dadurch bei uns sicherer gefühlt haben, weil sie wussten, dass keine Ungeimpften im Laden sind. Genügend Kunden haben das geschätzt. Und gerade jetzt, bei diesen Infektionszahlen, stellt sich natürlich schon die Frage, ob wir die Inzidenzen mit solchen Lockerungen senken.

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