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Rund 40 Vöttinger waren gekommen, um sich von OB Tobias Eschenbacher (hinten) informieren zu lassen. Besonders interessierte das Thema Verkehr.

Bürgerversammlung

Die Angst der Vöttinger vor dem Verkehrschaos

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Freising - Die Verkehrsbehinderungen im Zuge des Tunnelbaus für die Westtangente und der Verkehr überhaupt: Das waren die beherrschenden Themen bei der Bürgerversammlung in Vötting.

Da konnte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher 70 Minuten lang die wichtigsten Bauvorhaben der Stadt aufzählen, konnte Bebauungspläne erläutern und darlegen, wie sich Freising entwickeln werde und solle. Doch die rund 40 Vöttinger interessierte bei der Bürgerversammlung am Montag in erster Linie nur der Verkehr in Vötting und am Mitterfeld. Und das nicht nur während der zwei Jahre, in denen es wegen des Tunnelbaus für die Westtangente zu Sperrungen und Behinderungen kommt. 

Wohl noch in diesem Jahr werde es eine gesonderte Informationsveranstaltung zu den Folgen des Tunnelbaus geben, kündigte Eschenbacher im Gasthaus Lerner an. Doch schon jetzt wollten die Vöttinger wissen, was denn da auf sie an Verkehrsbehinderungen zukomme. Franz Piller, der Projektverantwortliche für die Westtangente in der Stadt Freising, sagte, es werde während des Zeitraums von zwei Jahren zu Behinderungen sowie temporär auch zu Sperrungen von Straßen kommen. Piller und der OB versprachen aber auch, dass man zusammen mit dem Ordnungsamt, der Polizei und den Stadtwerken alles tun und Konzepte erarbeiten werde, um die Nachteile so gering wie möglich zu halten. Dennoch orakelten die Vöttinger, dass es zu Stauungen bis nach Giggenhausen kommen werde. Man werde hier eben eine weit- und großräumige Beschilderung einer Umfahrung benötigen, wusste auch OB Eschenbacher. Genauere Infos, in welchem Monat es für wie lange und wo zu welchen Behinderungen kommen werde, könne man aber erst liefern, wenn die Tunnelbau-Firma feststehe und ihren Zeitplan erstellt habe. Das soll noch heuer passieren. 

Doch auch ohne Westtangente hat man in Vötting Probleme mit dem Verkehr: Wie ein Bürger berichtete, würden einige Straßen als „Rennstrecke“ benutzt, obwohl der gesamte Stadtteil als 30er-Zone ausgewiesen sei. Ob da nicht die Polizei öfter vorbeifahren und das 30er-Schild auch auf die Straßen gemalt werden könne? 

Ein anderer Bürger beklagte, dass der OB zwar viel über andere Stadtteile und Projekte erzählt habe, er über Vötting aber nichts gehört habe. Offenbar habe man in der Stadt Vötting vergessen, wo es beispielsweise nicht einmal mehr einen Nahversorger gebe. Der OB betonte, die Möglichkeiten zur Ansiedlung eines Einzelhändlers seien gegeben – zwingen könne die Stadt aber niemanden. Und wie es mit Vötting weitergehe, das werde im Rahmen des Stadtentwicklungsplans STEP 2030 festgelegt. Da sei man aber noch nicht so weit.

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