Ingrid Kaiser hat fünf Politiker befragt.
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Ingrid Kaiser hat fünf Freisinger Politiker befragt, die für den Bundestag kandidieren.

Wahlradar

Gesundheit: Apothekensprecherin testet Freisinger Kandidaten - und stellt Forderungen

  • Andrea Hermann
    VonAndrea Hermann
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Wie gut kennen sich die Bundestagskandidaten mit der Gesundheitspolitik aus? Das hat die Apothekensprecherin getestet - und klare Forderungen gestellt.

Landkreis – „Jede/r Bundestagsabgeordnete sollte in seinem Wahlkreis die Gesundheitsversorgung durch Arztpraxen, Apotheken und Kliniken kennen, bevor er/sie grundlegende Entscheidungen im Parlament trifft“, sagt Ingrid Kaiser, Sprecherin der Apotheken in Freising. Deshalb hat sie wenige Tage vor der Bundestagswahl am 26. September fünf Bundestagskandidaten aus dem Wahlkreis 214 im Zuge der Initiative „Wahlradar Gesundheit“ der deutschen Apothekerinnen und Apotheker befragt. Nun hat sie von den zufällig ausgewählten Kandidaten die Antworten auf ihre Fragen bekommen.

So wollte Ingrid Kaiser von den Bewerbern um das Bundestagsmandat wissen, wie sie die Gesundheitsstrukturen stärken und verbessern wollen. Mit Blick auf die 34 Apotheken im Wahlkreis Freising und die oft schwere Suche nach Nachfolgern fragte sie die Politiker auch, wie sich diese dafür einsetzen wollen, dass die persönliche Patientenbetreuung durch die Apotheken vor Ort erhalten bleibt. Und die dritte Frage lautete: „Was wünschen Sie sich von den Apothekenteams in ihrem Wahlkreis, welche Leistungen sollten diese ausbauen?“

Die Antworten von den Bundestagskandidaten Erich Irlstorfer (CSU), Andreas Mehltretter (SPD), Leon Eckert (Grüne), Eva-Maria Schmidt (FDP) und Nicolas Pano Graßy (Linke) gibt’s im Internet unter www.wahlradar-gesundheit.de.

Apothekensprecherin hat klare Forderungen an die Kandidaten

Mit der Initiative „Wahlradar Gesundheit“ wollen die Apotheker einen Überblick darüber geben, wie sich die Bundestagskandidatinnen und -kandidaten der verschiedenen Parteien zu unterschiedlichen Themen rund um die wohnortnahe Gesundheitsversorgung in ihrem Wahlkreis positionieren. Dass für den Wahlkreis Freising nur fünf von insgesamt 13 Kandidaten ausgewählt wurden, sei „aus Kapazitätsgründen“ geschehen, erklärte Kaiser auf FT-Nachfrage.

Auf die FT-Frage, was sich denn die Apothekerteams von den Politikern wünschen, muss Ingrid Kaiser nicht lange überlegen: „Die Politik soll die Rahmenbedingungen schaffen, dass wir uns noch lange um die Bevölkerung kümmern können.“ Auch möchte die Apothekerin, dass der „schönste Beruf der Welt“ für Nachwuchskräfte attraktiv bleibt, sagt die engagierte Freisingerin. Denn eines ist ihr wichtig: „Ich möchte, dass es auch künftig Apotheken vor Ort gibt.“

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