Nikolaus Windisch, Chef der Arbeitsagentur Freising.
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„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind weiter unübersehbar: Nikolaus Windisch, Chef der Arbeitsagentur Freising.

Arbeitsmarktbilanz für März

Leichte Entspannung: Arbeitslosenquote im Kreis Freising sinkt auf drei Prozent

Endlich mal gute Neuigkeiten vom regionalen Arbeitsmarkt. Dort hat sich die Lage leicht verbessert, wie die Zahlen vom März zeigen.

Landkreis – Die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt hat sich zum Frühlingsbeginn leicht verbessert: Die Zahl der Arbeitslosen in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg reduzierte sich im März auf 10 699 Personen. Somit zählte die Agentur 807 Arbeitslose weniger als im Vormonat. Die Quote sank von Februar auf März um 0,2 auf 2,9 Prozent. Im März 2020 lag sie bei 2,0 Prozent.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind weiter unübersehbar. Dennoch spüren wir eine leichte Belebung auf dem regionalen Arbeitsmarkt“, bilanziert Nikolaus Windisch, Chef der Agentur für Arbeit Freising. So nahm die Zahl der Entlassungen erneut ab: Im Agenturbezirk meldeten sich 1229 Personen aus der Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren 180 weniger als im Februar. Zeitgleich konnten 1488 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 411 mehr als im Vormonat. „Diese positiven Entwicklungen haben wir auch dem Frühlingsbeginn zu verdanken.

Die steigenden Temperaturen sorgen dafür, dass in den Außenberufen der witterungsabhängigen Branchen die Arbeiten wieder aufgenommen werden können“, erklärt Windisch. Im März informierten zudem die Arbeitgeber die Arbeitsagenturen in den vier Landkreisen über 1101 neu zu besetzende Stellen. Das waren 203 mehr als im Februar.

Kurzarbeit ist nach wie vor elementare Stütze für Arbeitsmarkt

Nach wie vor ist die Kurzarbeit in der Krise eine elementare Stütze für den Arbeitsmarkt: In den vergangenen zwölf Monaten – von März 2020 bis März 2021 – stellten rund 8050 regionale Betriebe für rund 109 400 Mitarbeiter bei der Agentur Anzeigen auf Kurzarbeitergeld um. Im März 2020, dem ersten Monat der Pandemie, wurde in den vier Landkreisen in 1918 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet. Betroffen waren 16 310 Männer und Frauen. Den bisherigen Höchstwert erreichte die Zahl der Kurzarbeitenden im April 2020 mit 4063 Betrieben, in denen tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Betroffen waren 47 344 Mitarbeiter. Die aktuellsten Zahlen sind aus dem Monat November 2020: Zu diesem Zeitpunkt waren 27 625 Beschäftigte in 2250 Betrieben betroffen.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres 2020/2021 am 1. Oktober 2020 wurden der Agentur für Arbeit Freising von den Betrieben in den vier Landkreisen insgesamt 2452 Ausbildungsstellen gemeldet. „Das sind neun Angebote mehr als im Vergleichszeitraum des vorangegangenen Berufsberatungsjahres. In Anbetracht der Pandemie sind das sehr erfreuliche Ergebnisse: Viele Arbeitgeber der Region halten derzeit an ihren Ausbildungsvorhaben fest,“ sagt Nikolaus Windisch.

Freisinger Arbeitgeber melden deutlich mehr neue Stellen als im Vormonat

Der März bescherte dem Landkreis Freising einen leichten Rückgang der Zahl der Arbeitslosen: Insgesamt waren 3394 Personen arbeitslos gemeldet, 264 Frauen und Männer weniger als im Februar 2021. Diese Entwicklung hatte auch Auswirkung auf die Arbeitslosenquote, die um 0,3 Prozentpunkte auf einen Wert von drei Prozent gesunken ist. Im März 2020 errechnete sich eine Quote von 2,1 Prozent.

Die Arbeitgeber meldeten zuletzt 422 neu zu besetzende Arbeitsstellen im Landkreis und somit 128 Stellen mehr als im Vormonat. Insgesamt befanden sich im März damit 1205 Arbeitsangebote im Stellenpool der Arbeitsagentur.

Zu Beginn der Pandemie wurde im Landkreis in 564 Betrieben kurzgearbeitet. Betroffen waren 5410 Personen. Den bisherigen Höchststand erreichte die Zahl der Kurzarbeitenden im Mai 2020 mit 1079 Betrieben, in denen 17 866 Beschäftigte kurzgearbeitet haben. Die aktuellsten Zahlen zur Kurzarbeit für den Landkreis sind aus dem Monat Oktober 2020: Im Herbstmonat haben 11 531 Beschäftigte in 561 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet. Seit Beginn des Berufsberatungsjahres am 1. Oktober 2020 meldeten die Betriebe 817 zu besetzende Ausbildungsstellen im Landkreis (minus 113 Stellen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). 503 Ausbildungsstellen waren im März 2021 noch vakant. (ft)

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