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Zankapfel Asam-Innenhof: Kulturreferentin kritisiert geplante Schirm-Überdachung

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Von: Andreas Beschorner

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Baustelle, Leute mit Helmen
Das Asam in Freising wird derzeit rundum saniert. Jetzt sorgten die geplanten Schirme für den Innenhof für Diskussionen im Kulturausschuss. © Lehmann

Mit weißen, beleuchteten Schirmen soll der Innenhof des Asam ausgestattet werden. Doch gegen die Pläne regte sich im Kulturausschuss Widerstand.

Freising – Vor knapp zehn Jahren fiel im Stadtrat eine wegweisende Entscheidung: Anders als noch ein halbes Jahr zuvor vorgesehen, wurde im Dezember 2012 beschlossen, den Asam-Innenhof im Zuge der damals anstehenden Generalsanierung des Komplexes doch nicht mit einem Glasdach zu versehen. Jetzt hat sich der Kulturausschuss am Dienstag abermals damit beschäftigt, wie der Innenhof ausgestattet werden soll. Vier weiße, mit LED-Lampen beleuchtete Schirme, die einen Teil des Innenhofs überdachen würden, waren unter den Stadträten allerdings auch umstritten. Man will Alternativen sehen.

Die sowohl für den Hinterhof als auch für den Innenhof vorgesehene Pflasterung, über die die Stadträte zu entscheiden hatten, gaben am Dienstag keinen Anlass für Debatten. Und auch das für den Hinterhof und das als Bühne nutzbare Aufzugsgebäude geplante Lichtkonzept, das den auf eloxierten Aluminium-Lamellen abgebildeten Freisinger Mohr mit einer leisen, ruhigen und sensiblen Hintergrundbeleuchtung in Szene setzen wird, stieß auf uneingeschränkte Zustimmung. Doch das, was als Überdachung für die künftige Gastronomie im Innenhof von Verwaltung und Planern gemeinsam vorgeschlagen wurde, sorgte für Zwist: Vorgesehen waren vier große, jeweils vier mal vier Meter messende weiße Schirme, die mit dimmbaren LED-Leuchten ausgestattet sind und so für ein sanftes Licht sorgen.

Susanne Günther (Grüne)
Konnte sich mit den geplanten Schirmen im Asam-Innenhof nicht anfreunden: Susanne Günther (Grüne). © FT-Archiv

Kulturreferentin Susanne Günther (Grüne) konnte sich mit diesen Exemplaren so gar nicht anfreunden: Die Schirme seien schon sehr schwer, sie für Veranstaltungen abzubauen, sei dann doch sehr aufwändig. Günther plädierte für einfachere Schirme, wie sie auch für den Gastrobereich im Hinterhof des Asamkomplexes geplant seien. Sie hätte da schon noch gerne Alternativen gesehen. Hochbauamtsleiter Robert Naujokat gab zu, dass das Auf- und Abbauen der Schirme aufwändig sei, betonte aber gleichzeitig, dass man sie wohl nur vor der Wintersaison entferne. „Wir als Verwaltung stehen hinter den beleuchteten Schirmen“, stellte er klar.

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Und auch Philomena Böhme (FSM) fand den Vorschlag von Verwaltung und Planern „sehr gut“. Jürgen Mieskes (CSU) verstand die Welt nicht mehr: Als zwei Wochen zuvor diese Schirme dem Asam-Beratungsgremium vorgestellt worden seien, habe sich die große Mehrheit für diese Variante ausgesprochen. Es sei ihm „unverständlich, warum Frau Günther das Thema jetzt wieder aufmacht“. Weil das Beratungsgremium eben kein Entscheidungsgremium sei, verteidigte Eva Bönig ihre Fraktionskollegin Günther.

 Jürgen Mieskes (CSU)
Verstand die Welt und vor allem die Kulturreferentin nicht mehr: Jürgen Mieskes (CSU). © FT-Archiv

Für den Leiter des Kulturreferats, Ingo Bartha, wäre die vorgeschlagene Lösung „machbar“. Man gehe zwar davon aus, dass man auch den Innenhof mit kulturellen Veranstaltungen bespiele, das dürfte aber nur einmal pro Sommersaison über einen etwas längeren Zeitraum von Tagen passieren. Insofern würden Auf- und Abbau der Schirme keinen allzu großen Aufwand darstellen.

Dennoch: Mit 7:5 Stimmen wurden Verwaltung und Planer beauftragt, Alternativen zu den weißen Schirmen vorzulegen. Die Entscheidung wurde vertagt.

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