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Glühwein-Ratsch auf dem Marienplatz: Für Theresa, Anna (mit Paulina), Hanna sowie Jasmin (mit Pauline) gehört das beim Besuch des Freisinger Christkindlmarkts einfach dazu – trotz der Kälte.

Der gute Zweck steht im Vordergrund

Auf dem Freisinger Christkindlmarkt wars zwar zapfig – aber auch wunderschön

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Den Christkindlmarkt auf dem Freisinger Marienplatz gab es schon, da waren Weihnachtsmärkte noch etwas ganz Besonders. Mittlerweile hat sich viel verändert, doch der caritative Hintergrund ist geblieben.

Freising– Da können auch schreckliche Ereignisse wie vergangenes Jahr in Berlin und gerade vor ein paar Tagen in Straßburg nichts ändern. Für die Frauen und Männer in den Standln sind es angesichts kalter Temperaturen harte Zeiten. 

Die meisten, so erzählen sie humorig, sprechen von „Schichten“. Elisabeth Roth zum Beispiel, die die den Katholischen Frauenbund Lose verkauft. Im fünften Jahr macht sie das nun schon und kann deshalb mit Fug und Recht behaupten: „Es läuft gut.“ Vor allem die Marmelade, die man bei einem Gewinnlos bekommen kann, sei „der Renner“ bei den Leuten. Bedenken, dass so etwas wie in Straßburg passieren könnte, habe sie persönlich nicht. Freilich: Solche Ereignisse seien schrecklich, und dass man nach Berlin 2017 jetzt auch den Freisinger Christkindlmarkt mit Betonblöcken und dicken Ketten schützen müsse, sei schlimm. „Verrohung der Gesellschaft“ nennt das Roth. Aber man dürfe sich nicht einschüchtern lassen. Und auch deshalb steht sie hier, verkauft Lose.

Während am Lions-Stand, wo Glühwein verkauft wird, das „Geschäft“ brummt, wie eine Dame in der Bretterbude bestätigt und auf die Schlange vor dem Standl deutet, sitzt Eva Dörpinghaus denkbar dick eingemummelt in ihrem Stand und verkauft Taschen aus Nepal. Sehr viel kälter kann es am Fuße des Himalaya auch nicht sein, so der Eindruck.

Bunt illuminiert präsentierte sich der Christkindlmarkt – wie gewohnt aber auch mit vielen netten Ständen.

Das Programm mit dem Singen adventlicher Lieder, mit dem Auftritt ganz unterschiedlicher Bläserensembles vor allem der Musikschule Freising und mit dem Besuch des Heiligen Nikolaus am Sonntag öffnet offenbar die Herzen der Menschen. Zumindest ist die Spendenfreude groß, erzählen Gusti Monath und Irene Schwaiger. Die beiden Damen stehen gerade – weil Heizlüfter verboten sind – auf Styroporplatten, um während ihrer „Schicht“ für den Tierschutzverein Freising nicht völlig durchzufrieren. „Die Leute spenden gerne und viel“, berichten sie. Straßburg? Nein, auch die beiden Damen haben da „keine Bedenken“. Wenn es einen „erwischen“ soll, dann könne das überall passieren. In München oder Nürnberg wäre das vielleicht anders. Aber in Freising? Nein. Offenbar sehen sie es wie Elisabeth Roth: „Da habe ich großes Gottvertrauen.“ Sicherlich nicht die schlechteste Einstellung, gerade in der Weihnachtszeit.

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