Im Freisinger Rathaus

Aufwändiger Umbau im Oberstübchen

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Freising - Wenn das Asamgebäude für die Generalsanierung vollständig geräumt werden muss, braucht   man Ausweichquartiere für die Verwaltung. Auch deshalb wird die ehemalige Hausmeisterwohnung im Dachgeschoß des Rathauses für Büronutzung umgebaut.

Wenn das Asamgebäude für die Generalsanierung vollständig geräumt werden muss, braucht man Ausweichquartiere für die Verwaltung. Auch deshalb wird die ehemalige Hausmeisterwohnung im Dachgeschoß des Rathauses für Büronutzung umgebaut. Über 400 000 Euro wird es kosten, bis Jahresende zu den im Dachgeschoß bereits bestehenden vier Arbeitsplätzen zwölf neue hinzufügen, ein Vorzimmer und ein Büro für den Amtsleiter einzurichten. 

Der Finanzausschuss hat am Montag die Planung und die Mittel einmütig genehmigt. Normalerweise ist Reinhard Fiedler Stadtrat und sitzt als FSM-Fraktionschef auf einem der Stühle, von denen aus die Entscheidungen gefällt werden. Am Montag saß Fiedler im kleinen Sitzungssaal als Architekt dort, wo die Erläuterungen und Erklärungen für die Stadträte abgegeben werden. Fiedlers Architekturbüro hatte das Auswahlverfahren für das „kleine, aber umso schönere Projekt“ des Umbaus der Hausmeisterwohnung gewonnen, legte also die Pläne, die Kostenschätzung und den geplanten Terminablauf dar: An den Grundrissen der Wohnung werde kaum etwas verändert, so Fiedler, die Räume seien von der Aufteilung her jetzt schon als Büros nutzbar. Bodenbeläge werden erneuert, neue Decken werden angebracht und die Elektroversorgung wird ausgewechselt. Das wird die bereits im Haushalt vorgesehenen 315 000 Euro kosten. Allerdings muss das Dachtragwerk saniert werden, weil mehrere Dachsparren beschädigt sind. Die Kosten dafür in Höhe von 90 000 Euro waren im Haushalt nicht vorgesehen, wurden vom Finanzausschuss als überplanmäßige Mittel genehmigt. Baubeginn soll Anfang Oktober sein, der „ambitionierte“ Zeitplan, so Fiedler, sieht eine Fertigstellung bis Ende 2016 vor. 

OB Tobias Eschenbacher rechtfertigte diesen Zeitdruck damit, dass man die Büroräume benötige, bevor der Asamkomplex geräumt werde. Und Hochbauamtsleiter Robert Naujokat gab zu, dass man schon einen kleinen zeitlichen Puffer vorgesehen habe, den aber nicht schon bei der Zeitplanung aufbrauchen wolle. Richard Grimm (FW) war allerdings skeptisch: Ob man nicht günstigere Angebote bekomme, wenn man erst im Januar beginne und eben „nicht krampfhaft“ an dem Terminplan festhalte? Rudolf Schwaiger (CSU) fand den Preis für den Umbau einer 105 Quadratmeter großen Fläche „schon ambitioniert“. Naujokat gab zu, dass die Kosten schon hoch seien. Andererseits handle es sich um einen Sonderbau und ein Denkmal.

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