Der Start von Gastro und Kultur verläuft im Lindenkeller holprig. Ausgerechnet jetzt wird die Lüftung saniert. gleixner
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Der Start von Gastro und Kultur verläuft im Lindenkeller holprig. Ausgerechnet jetzt wird die Lüftung saniert. gleixner

Einschränkungen im Betrieb

„Mittelprächtige Katastrophe“: Ausgerechnet zum Kultur-Start wird Lüftung im Freisinger Lindenkeller saniert

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Die Kultur kann wieder loslegen. Doch genau jetzt muss im Freisinger Lindenkeller die Lüftung saniert werden. Die Kulturreferentin findet das problematisch.

Freising – Es ist so weit: Sowohl die Gastro als auch die Kultur dürfen – unter Einschränkungen – wieder loslegen. Dass gerade jetzt nach vielen Monaten der Einschränkungen die Lüftungsanlagen im Lindenkeller saniert werden sollen – was zu Einschränkungen im Betrieb führen wird – hat Kulturreferentin Susanne Günther am Montag in der Sitzung des Finanzausschusses als „mittelprächtige Katastrophe“ bezeichnet. Dennoch: Zwischen September und Dezember sollen die Anlagen aufgrund ihrer „erheblichen funktionsrelevanten Mängel“ saniert werden. Geschätzte Kosten: 600 000 Euro.

Man hätte die Zeit, als weder im Stadtcafé noch im Unterhaus Bewirtung und Veranstaltungen möglich waren, nutzen sollen, um die Maßnahme durchzuführen, mahnte Günther. Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten – Kulturamt, Stadtjugendpflege, Liegenschaftsamt und Pächter – bezeichnete sie als „schwierig“. Dass wegen der Arbeiten die Küche drei Monate lang nicht benutzt werden könne und „nichts geht“, fand sie sehr problematisch.

Keine komplette Schließung

Hochbauamtsleiter Robert Naujokat betonte, es liefen noch Gespräche mit dem Pächter, möglicherweise könnten Teile der Gastronomie auch während der Umbauarbeiten geöffnet bleiben. Zudem werde man die Arbeiten so planen und durchführen, dass trotzdem noch möglichst viele Kulturveranstaltungen im Unterhaus (und auch im Oberhaus) – vielleicht unter Beschränkung der Zuschauerzahl – stattfinden könne. Eine komplette Schließung über drei Monate hinweg werde es auf jeden Fall nicht geben.

Angesichts dieser Problematik geriet die Tatsache, dass die im Haushalt 2021 für diese Maßnahme bereitgestellten Mittel in Höhe von 420 000 Euro nicht ausreichten, zur Nebensache. Die fehlenden 180 000 Euro wird man von der Haushaltsstelle für die Generalsanierung des Josef-Hofmiller-Gymnasiums umschichten, so der Vorschlag der Verwaltung. Ob man vom Bund eine bis zu 20-prozentige Förderung für effiziente Gebäude bekommt, steht noch nicht fest. Beantragt werde der Zuschuss auf jeden Fall. Die Maßnahme wurde vom Finanzausschuss einstimmig beschlossen.

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