Einfamilienhaus, Lagerhalle und Bürotrakt abgelehnt

Die Bauräte senkten dreimal den Daumen

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Freising - Das war ein schlechter Tag für Bauwerber: Drei Vorbescheidsanträge gab’s, drei Mal sagten Verwaltung und Bauausschuss am Mittwoch Nein.

Da war zunächst Michael Ferdinand, der auf einem Grundstück an der Parkstraße ein Einfamilienhaus errichten wollte. Das Problem: Das Grundstück gegenüber der Kläranlage ist im Flächennutzungsplan als öffentliche Grünfläche ausgewiesen, obwohl das im Osten direkt angrenzende Areal bebaut ist. Zumindest wurde hier eine langfristige Perspektive aufgezeigt: Im Rahmen der anstehenden Flächennutzungsplanänderung könne ja der Antrag gestellt werden, dieses Grundstück als Wohnbebauung auszuweisen. Der Vorbescheidsantrag wurde mit 5:7 Stimmen abgelehnt. 

Unumstritten war die Ablehnung des Antrags von Robert Buchner, der im Osten von Achering seine gewerbliche Lagerhalle noch weiter nach Osten als Lagerhalle für PV-Module erweitern wolle. Doch diese Fläche ist als landwirtschaftliche Fläche eingetragen, kann also derzeit gar nicht bebaut werden. Dass Buchner laut Verwaltung die Auflagen aus dem Jahr 2006, als man ihm die Umnutzung eines Silos in eine Gewerbehalle genehmigt hatte, auch noch nicht ganz erfüllt habe, machte ihm bei den Räten keine Freunde. Sein Vorbescheidsantrag wurde einstimmig abgelehnt.

 Dieses Schicksal ereilte auch das Ansinnen der Adldinger Bauwerk GmbH, die im Gewerbegebiet Erdinger Straße (hinter Fressnapf) ein dreigeschoßiges Büro- und Ladengebäude samt Flachdach errichten wollte. Die geplante Traufhöhe des Gebäudes von 12,65 Meter sei aber mit den Festsetzungen des Bebauungsplans nicht vereinbar, so die Ansicht der Verwaltung. Da ist eine maximale Traufhöhe von zehn Meter vorgegeben, eine Befreiung könne nicht erteilt werden. Die Stadträte, so der OB, bräuchten kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie diesen Antrag ablehnten. Denn die Adldinger Bauwerk GmbH habe gleichzeitig einen anderen Bauantrag für dasselbe Grundstück eingereicht, der den Festsetzungen des Bebauungsplans entspreche und deshalb genehmigungsfähig sei. Den Hinweis von Anton Frankl (FSM), gleich auf der anderen Straßenseite wolle man der Firma Transgourmet eine riesige Halle mit 16 Meter Höhe genehmigen, bezeichnete der OB als „populistisch“: Das sei ein anderer Bebauungsplan, und bei Transgourmet gehe es auch nicht um Befreiungen vom Bebauungsplan, sondern um die Aufstellung eines neuen B-Plans.

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