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Höchste Ehren für zwei Naturschutz-Ikonen

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Jahrzehntelanger unermüdlicher Einsatz gegen die Zerstörung der Natur: BN-Kreisvorsitzender Wolfgang Willner, Landrat Josef Hauner, BN-Landesgeschäftsführer Peter Rottner, Christian Magerl, OB Tobias Eschenbacher, Hubert Weiger (Ehrenvorsitzender des Bund Naturschutz bayern) und Matthias Jalowitschar. © Lehmann

„Euch gebührt Ehre“, versicherte Wolfgang Willner, der Vorsitzende des Bund Naturschutz Freising, zwei Männern, die sich seit Jahrzehnten dem Naturschutz verschrieben haben: Christian Magerl und Matthias Jalowitschar. Jetzt gab es dafür die Bayerische Naturschutzmedaille.

Freising Es sind noch Schwarzweiß-Fotos, auf denen zum ersten Mal Christian Magerl und Matthias Jalowitschar gemeinsam zu sehen sind – bei den ersten Demos gegen den Flughafenbau beispielsweise. Rund vier Jahrzehnte ist das nun her – vier Jahrzehnte, in denen Naturschutz im Landkreis Freising und darüber hinaus vorangetrieben und repräsentiert wurde, wie es ohne diese beiden Männer nicht vorstellbar wäre. Weil beide im März bei der Jahreshauptversammlung des BN Freising in die zweite Reihe zurückgetreten sind (wir haben berichtet), war das der richtige Anlass für den Bund Naturschutz Bayern, die beiden Ikonen für ihren Einsatz für Natur und Umwelt zu würdigen und zu ehren. Und alle waren sie am Donnerstag in den Schafhof gekommen: der Oberbürgermeister der Stadt Freising, Tobias Eschenbacher, Landrat Josef Hauner, Vize-Landrat Robert Scholz, Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer, Bürgermeister, Kreis- und Stadträte, Vertreter anderer Naturschutzorganisationen und von Aufgemuckt selbstverständlich, außerdem Hubert Weiger, der Ehrenvorsitzende des Bund Naturschutz Bayern und Festredner des Abends. Und alle waren sich einig: Magerl, der 36 Jahre Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Freising war, und Jalowitschar, der seit 42 Jahren die Kasse des BN verwaltete, seien „Vorbilder“ im Kampf gegen „Naturzerstörer und Heimatignorierer“, wie es Magerls Nachfolger als BN-Vorsitzender, Wolfgang Willner, ausdrückte.

OB Tobias Eschenbacher sagte, der BN sei ein wichtiger Partner für die Stadt Freising, wenn es um die wichtigen Themen gehe. Freilich sei man nicht immer und in allen Dingen einer Meinung – Stichwort: Westtangente –, aber auch da gehe man immer respektvoll miteinander um. „Und wenn es drauf ankommt“, so der OB – Stichwort: dritte Startbahn –, dann ziehe man an einem Strang. Zum ersten Mal habe er Magerl kennengelernt und erlebt, als er den OB-Wahlkampf des Jahres 1994 journalistisch begleitet habe, erinnerte sich Eschenbacher. „Dein Markenzeichen sind die Vögel“, fasste der OB das Wirken Magerls zusammen – seien es die echten Vögel, für die er sich einsetze, seien es die Vögel aus Stahl im Moos. Magerl sei „das Gesicht der Bändiger des Flughafens“.

Vor der Diashow mit fast schon historischen Aufnahmen und vor dem Vortrag von Weiger zum Thema „Naturschutz sichert Zukunft“ betonte Landrat Hauner, der BN trage wesentlich zur Lebensqualität im Landkreis Freising bei. 36 Jahre sei Magerl das Gesicht des BN in Freising gewesen, „Christian Magerl und Bund Naturschutz, das war das Gleiche“. Und die geplante Startbahn schweiße seit 13 Jahre alle noch mehr zusammen, betonte Hauner und würdigte so das Engagement Jalowitschars und Magerls, der als Grünen-MdL seit fast ebenso vielen Jahren wie im BN für die Natur kämpft und auch da im Oktober sein Engagement beendet.

Freilich: Schriftführer beim BN Freising ist Magerl noch. Und die aktuellen Zahlen zum Passagieraufkommen und zu den Flugbewegungen im Moos hat Magerl auch jetzt noch jederzeit parat – auch am Donnerstag.

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