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Dieser Biergarten muss erst dem Neubau weichen, soll dann aber wieder angelegt werden. 

“Anspruchsvolles Projekt“

Mehr Raum für die Caritas: Beliebter Biergarten muss weichen

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Die Caritas in Bayern bekommt mehr Raum in Freising. Dafür muss jedoch ein beliebter Biergarten weichen. Was der Betreiber dazu sagt, ist unklar.

Freising – Das Areal hinter dem griechischen Restaurant Delphi und südlich des Rewe-Markts an der Ottostraße in Freising soll aufgewertet werden: Ein zweigeschoßiger Bau in Nord-Süd-Richtung, also an der Westseite des Rewe-Parkplatzes soll dort errichtet werden. Die Caritas will sich dort in Rufweite zu ihrem bestehenden Zentrum mit diversen Angeboten einmieten.

Caritas bekommt mehr Raum in Freising: Biergarten muss weichen

Nachdem der Gestaltungsbeirat der Stadt im Mai 2017 das Projekt, das Graf Guy von Moy realisieren will, als „sehr anspruchsvoll“ bezeichnet und einige Anregungen mitgegeben hatte, lag nun der Bauantrag auf dem Tisch. Der Bauausschuss erteilte dem ohne Diskussion und ohne Gegenstimme grünes Licht.

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In dem 53 Meter langen und 20 Meter breiten Gebäude sollen im Erdgeschoß der sozialpsychiatrische Dienst, eine gerontopsychiatrische Fachberatung und ein Alten-Service-Zentrum beziehungsweise eine Alten-Tagesstätte mit acht Büroräumen und zwei größeren Besprechungsräumen untergebracht werden. Das erste Obergeschoß soll mit 13 Büros dem sozialpsychiatrischen Dienst plus Schulungs- und Besprechungsraum dienen, im Dachgeschoß werden die ambulanten Dienste und eine Sozialstation mit fünf Büros untergebracht. Außerdem entsteht dort eine therapeutische Wohngemeinschaft mit vier Zimmern.

Freising: Mehr Raum für die Caritas - Anforderungen erfüllt?

Bauplanungsrechtlich stehe diesem Vorhaben nichts im Wege, Bürogebäude und Nutzung für soziale Zwecke seien zulässig. Auch das Maß der baulichen Nutzung sei mit einer überbauten Fläche von 1252 Quadratmeter auf dem 1942 Quadratmeter großen Grundstück zulässig, wie die Bauverwaltung der Stadt betonte.

Kein Problem stellt demnach die Stellplatzfrage dar: 35 Stellplätze müssten nachgewiesen werden, 31 würden in einer Tiefgarage errichtet, fünf oberirdische Stellplätze seien geplant. Auch die Forderung nach 19 Fahrradstellplätzen werde durch die vorgelegten Pläne erfüllt.

Der Bauausschuss erteilte dem Projekt die Genehmigung – unter der Voraussetzung, dass das Wasserwirtschaftsamt dem Vorhaben noch zustimmt: Das Gebäude liegt im Überschwemmungsgebiet der Moosach.

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Wie aus den Plänen zu erkennen ist, konnte offenbar eine Forderung des Gestaltungsbeirats nicht erfüllt werden: Die Mitglieder hätten sich ein Gesamtkonzept für das komplette Areal gewünscht. Eines, das die vorhandene Strukturuntersuchung der Stadt stärker beachtet hätte. Zum Beispiel war angeregt worden, das Areal im Süden zur Ottostraße hin – dort, wo man jetzt auf den Rewe-Parkplatz einfährt – durch ein oder zwei Häuser baulich abzuschließen.

Biergarten muss weichen - aber nur temporär

Schon im Gestaltungsbeirat war allerdings vom Bauherrn darauf verwiesen worden, dass ihm das Parkplatz-Grundstück nicht gehöre. Ob es ihm gelungen ist, den Besitzer wenigstens für eine zukünftige Planung „mit ins Boot zu holen“, wie es damals hieß, wurde im Ausschuss nicht thematisiert.

Was ebenfalls nicht angesprochen wurde: dass für den Bau der Tiefgarage, so die Planung von 2017, der Biergarten des Restaurants samt Kastanien erst weichen müsste, nach Fertigstellung der Tiefgarage aber wieder neu angelegt werden würde.

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