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Die Tage der „Bäckerei Muschler“ sind gezählt: (v. l.) Josef Muschler und Ehefrau Roswitha übergeben in Geschäft an Stephanie Frank und Stefan Geisenhofer.

Auch der Name muss weichen

Das Ende einer Ära: Freisinger Traditionsbäckerei gibt auf – So geht es weiter

In der Bäckerei Muschler steht eine Art freundliche Übernahme an. Die bisherigen Betreiber des Neustifter Traditionsbetriebes, Josef und Roswitha Muschler, geben ihr Geschäft zum Jahresende auf.

Freising – In der Bäckerei Muschler steht eine Art freundliche Übernahme an. Die bisherigen Betreiber des Neustifter Traditionsbetriebes, Josef und Roswitha Muschler, geben ihr Geschäft zum Jahresende auf. Jetzt stellte das Bäcker-Ehepaar seinen Nachfolger vor. 

Es handelt sich um den 29-jährigen Konditor- und Bäckermeister Stefan Geisenhofer aus Hohenkammer. Er und seine Partnerin Stephanie Franke übernehmen ab 1. Januar 2019 ein florierendes mittelständisches Unternehmen mit sechzig Mitarbeitern sowie Filialen in Freising und Marzling. Arbeitsplätze sind nicht gefährdet, wie der neue Inhaber bei einer ersten Stippvisite im Haupthaus in Neustift versicherte. „Die Verträge sind unterzeichnet,“ erklärte der neue Chef der Bäckerei Muschler. Der Firmenname hätte zunächst eigentlich bleiben sollen, erklärte Roswitha Muschler. Aber der neue Inhaber hat sich umentschieden. Die Marke „Muschler“ soll dem neuen Namen „Geisenhofer“ weichen. „Wir sind selbst eine Marke,“ stellte Franke klar.

 Stefan Geisenhofer verwies auf eine eigene Bäckerei in Dachau mit sechzehn Mitarbeitern, die er seit vier Jahren in Eigenregie betreibt. Unternehmer zu sein, liegt Geisenhofer im Blut. Er stammt aus einer Landwirtschaft, die er später eigenständig leitete, während sein Vater eine Hofmetzgerei etabliert und betrieben hat. Mit der Übergabe ihrer Bäckerei geht für die Muschlers eine Ära zu Ende. Sohn Andreas kam als Nachfolger nicht infrage. Er führt seit geraumer Zeit eine Patisserie an der Oberen Hauptstraße. 

Roswitha und Josef Muschler gehen indes in den wohlverdienten Ruhestand. Für eine gewisse Zeit stehen die beiden ihren Nachfolgern natürlich noch mit Rat und Tat zur Seite. Wichtig war Roswitha Muschler, dass es „ein inhabergeführtes Geschäft“ bleibt. „Keine Kette“, ergänzt Josef Muschler. Alexander Fischer

Die Auftragsbücher sind voll – trotzdem wird eine andere Freisinger Firma nach über 60 Jahren zum Jahresende ihren Betrieb einstellen. Die Gründe machen nachdenklich.

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