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Gratulation: Schulleiter Bernd Friedrich, OB Tobias Eschenbacher und Vize-Landrätin Barbara Prügl (v.l.) beglückwünschten die Best-Absolventen (vorne weiter v. l.): Julia Huber (Schnitt 1,08); Mikolaj Flisiewicz (1,18), Viola Birgit Sichert (1,18), Johanna Lachner (1,25) und Andreas Schneider (1,27). Hinten (v. l.): Dominik Schick (1,33), Laura Stuckenberger (1,33), Selina Gleichauf (1,42), Tobias Christian Aign (1,45), Hannah Katharina Kilian (1,45) und Carolin van Rijckevorsel (1,45).

Abschlussfeier an Realschule 

Lehrerin sorgt bei Zeugnisübergabe für Unmut: „Bricht mir das Herz“ 

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Bei der Abschlussfeier einer Realschule erlebten die Schüler eine Überraschung. Eine Lehrerin sorgte mit ihrer Kritik für Empörung. Eine Mutter fand deutliche Worte.

Freising – 211 Absolventen der Karl-Meichelbeck-Realschule Freising erlebten am Freitag ein Wechselbad der Gefühle. Lobende Worte für den Abschluss, Geschenke für die Lehrer und Auszeichnungen für die Besten auf der einen, die harsche Kritik einer Klassenleiterin mit der entsprechend deutlichen Antwort einer Mutter, „Buh!“-Rufen und lautem Rumoren in der Turnhalle auf der anderen Seite.

Realschule in Freising: Schüler haben „Gemeinschaft gelernt“

Es hatte so schön begonnen: Die Realschüler hatten sich für diesen Tag, für ihren Tag, in Schale geworfen. Vize-Landrätin Barbara Prügl und OB Tobias Eschenbacher machten dem Abschlussjahrgang 2019 Mut: „Sachkompetenz, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz“ hätten die Schüler gelernt, so Prügl. Sie hätten „Gemeinschaft gelernt“, wüssten jetzt auch, Verantwortung zu übernehmen, sagte Eschenbacher.

Schülersprecherin Solveig Brehm appellierte an ihre Mitschüler, ab jetzt „selbstständig, aber nicht eigennützig zu handeln“, das zu machen, worauf man Lust habe, sich von anderen nichts einreden zu lassen, nicht das Leben der anderen zu leben.

Nicoline Ingelath vom Elternbeirat sorgte dafür, dass die Absolventen den ihnen zustehenden Beifall für das Erreichen der Mittleren Reife bekamen: „Alle mal aufstehen! Und jetzt ein tosender Applaus!“

Bei Abschlussfeier an Realschule: Schulleiter Friedrich witzelt bei Rede

Während die Bigband und das Vokalensemble schwungvoll durch den Vormittag führten, war auch Schulleiter Bernd Friedrich sehr gut auf die Schüler der acht 10. Klassen zu sprechen: Sie hätten nicht nur „ziemlich viel Stoff“ gelernt, von dem sie sicherlich manches auch „ziemlich schnell“ wieder vergessen würden, scherzte Friedrich. Nein, sie hätten auch gelernt, sich den „merkwürdigsten Aufgaben zu stellen“ oder auch „ein interessiertes Gesicht“ zu machen, selbst wenn man alles gerade sehr langweilig gefunden habe, witzelte Friedrich weiter. Ernst gemeint war Friedrichs Aussage, die Absolventen seien auf dem Arbeitsmarkt begehrt. „Ihr seid wertvoll, ihr werdet gebraucht.“ Mit der Hoffnung, sich an der Realschule wohlgefühlt und die Schule nicht als anonymen Ort empfunden zu haben, verabschiedete Friedrich die 211 Absolventen.

Realschule Freising: Lehrerin sorgt mit harscher Kritik für Empörung - Mutter reagiert

Wie immer richteten vor der Zeugnisübergabe die Klassenleiter einige Worte an ihre Zöglinge. Das tat auch eine Lehrerin, die allerdings keine Lobesworte fand. Höhepunkt ihrer Kritik: Sie wünsche einigen „nicht, dass Sie so bleiben, wie Sie sind“. Eine Mutter ergriff später kurz vor dem Abschluss-Song das Mikro und fand klare Worte: Das sei dem Anlass in keiner Weise angemessen gewesen. So etwas den Schülern mit auf den Lebensweg zu geben, „das bricht mir das Herz“. Und vielen anderen Eltern und Schülern auch, wie man nach der Feier in Gesprächen feststellen konnte.

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*In einer früheren Ausgabe des Artikels wurde die Lehrerin namentlich genannt. 

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