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Es schlägt ein wie ein Blitz aus heiterem Himmel: eine schwere Krankheit, ein Unfall, der Verlust des Arbeitsplatzes. Den Betroffenen zieht es oft regelrecht den Boden unter den Füßen weg – meist auch finanziell. In vielen solcher Fälle kann im Landkreis Freising schnell und unbürokratisch geholfen werden. Dank der FT-Aktion „Menschen in Not“ und der enormen Spendenbereitschaft der Leser.

Leser machen Hilfe möglich

Bedürftigen beistehen: Jetzt beginnt die FT-Spendenaktion „Menschen in Not“ 2018

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Das Schicksal schlägt meist ohne Vorwarnung zu: eine schwere Krankheit, ein Unfall oder der Verlust des Arbeitsplatzes werfen die Menschen aus der Bahn. Hier greift die Tagblatt-Aktion „Menschen in Not“. Nun fällt der Startschuss für die große Spendensammlung.

Landkreis – Das Schicksal schlägt meist ohne Vorwarnung zu: eine schwere Krankheit, ein Unfall oder der Verlust des Arbeitsplatzes werfen die Menschen aus der Bahn. Die Folge kann eine psychische Krise sein, meist bricht aber auch rasch die finanzielle Basis weg. Seit Jahrzehnten greift hier die Tagblatt-Aktion „Menschen in Not“. Dank der enormen Spendenbereitschaft der Leser kann jedes Jahr in vielen Notfällen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Heute startet sie wieder – die größte Solidaritätsaktion des Landkreises Freising.

An einem schönen Sommertag fährt Jürgen K. (Name geändert) mit der Bahn nach München. Auf dem Nachhauseweg um 22 Uhr passiert es: Er wird von Unbekannten angegriffen und zusammengeschlagen. Die Folge: schwere Hirnverletzungen. Monatelang liegt Jürgen K. im Wachkoma – heute befindet er sich in einer Pflegeeinrichtung. Er wird bis zu seinem Lebensende ein Pflegefall bleiben. Die Täter konnten nie ermittelt werden. Trotzdem konnte der Weiße Ring, der im Landkreis sehr aktiv ist, der Familie helfen. Sofort- und Opferhilfe wurde ausbezahlt, eine Rente durchgesetzt, ein Rechtsanwalt gestellt – und vieles mehr. Die Aktion „Menschen in Not“ unterstützt den Weißen Ring – und hilft so Opfern von Verbrechen.

Unterstützt wird auch das Freisinger Frauenhaus, das fast immer voll belegt ist. Viele Frauen flüchten sich nach einem wahren Ehemartyrium dorthin – nachdem sie oft über Jahre grün und blau geschlagen wurden. Oft ist es ein langer Weg, bis die Frauen zurück in ihr neues Leben finden. Ein Leben ohne Angst. Ohne Spenden ist das nicht möglich.

Rund zwei Dutzend Hilfsorganisationen und Einrichtungen im Kreis Freising werden unterstützt

Unterstützt von der FT-Aktion werden weitere zwei Dutzend Hilfsorganisationen und Einrichtungen: Arbeiterwohlfahrt, Kinderschutzbund, viele Nachbarschaftshilfen, Blindenbund, Familienpflegewerk, Selbsthilfegruppen, Hospizverein – und viele mehr. Sie berichten der FT-Redaktion über Notfälle und existenzielle Krisen, in denen es keinen zeitlichen oder finanziellen Spielraum mehr gibt. Staatliche Hilfen sind dann erschöpft. Exakt hier greift die Aktion „Menschen in Not“, für die heute offiziell der Startschuss erfolgt.

Mehr als 1000 Landkreisbürger spenden jedes Jahr – und helfen so ihren in Not geratenen Nachbarn. Sie spenden, weil sie selbst ein ähnliches Schicksal treffen könnte. Sie helfen, weil hier genau nachvollziehbar ist, was mit den Spenden geschieht. Die Aktion wird vom Freisinger Tagblatt ehrenamtlich abgewickelt. Jeder Euro kommt bei den bedürftigen Menschen an. Weil sich das herumgesprochen hat, ist die Spendensumme auf zuletzt über 200.000 Euro angewachsen – eine Rekordsumme in Oberbayern.

Dabei ist besonders wichtig, dass über die Verwendung genau Buch geführt wird. Inzwischen ist die Spendensumme restlos aufgebraucht, und es gibt neue Härtefälle, etwa

  • Menschen, die von Arbeitslosigkeit oder Krankheit betroffen sind.
  • Opfer von Verbrechen,
  • Senioren in Not,
  • misshandelte Frauen,
  • Familien, bei denen der Hauptverdiener ausfällt.

Das Tagblatt wird in den nächsten Wochen über diese Notfälle berichten. Es handelt sich dabei um authentische Fälle, die aber anonymisiert werden, um die Betroffenen zu schützen. Gerade im vergangenen Jahr gab es erneut viele Fälle im Landkreis, in denen Menschen in Not geraten sind – nicht zuletzt aufgrund der extremen Wohnungsnot und der ständig steigenden Mieten. Daher bitten wir auch heuer um Ihre Spende. hob

Spendenkonto

Da die Spendenaktion „Menschen in Not“ vom Freisinger Tagblatt ehrenamtlich abgewickelt wird, fallen keine Verwaltungsgebühren an. Gespendet werden kann ab sofort auf das Konto 190 bei der Sparkasse Freising (IBAN: DE 57700510030000000190. BIC: BYLADEM1FSI).

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