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Unverwechselbarer Sound: Das Electric Light Orchestra war genau das, das man von früher kannte.

Besucher begeistert

ELO rockt das Uferlos

Freising - Rock’n’Roll mit Geige, Disco-Mucke mit E-Gitarre, Männer singen Classic Rock im Falsett. Das ist Electric Light Orchestra performed by Phil Bates & Band. Kurz: ELO. ELO in Freising. Uferlos gut.

Die Bandgeschichten alter Rockveteranen sind oft kompliziert: Trennung, dann die Reunion, einer stiegt aus, zwei kommen dazu, und und und. Bei ELO ist das nicht anders. ELO am Samstag in Freising – das war das ELO ohne Jeff Lynne. Doch schon nach zwei Stücken war klar: Egal! Denn was da auf der mit einem Dutzend Musikanten besetzten Bühne der Luitpoldhalle gespielt wurde, das war das ELO, das die Zuschauer kannten und das sie erwartet hatten: Gut 90 Minuten dauerte das Feuerwerk der großen ELO-Hits. Man konnte mitwippen, mittanzen, mitklatschen. Denn ELO ist für alle da. Für die, die zu romantischen Klängen schöne Rockschnulzen genießen wollen, für die, die zu Disco-Hymnen wie „Xanadu“ (freilich ohne Olivia Newton-John) wie dereinst unter der Glitzerkugel das Discofieber steigen lassen wollen, und für die, die zu „Rock’n’Roll is King“ oder „Roll over Beethoven“ dem Rock und dem Boogie frönen und – Hände hoch! – sauber mitklatschen wollen. Und selbstverständlich ist ELO auch für all diejenigen da, die jenen seit weit über 40 Jahren unverwechselbaren Sound von ELO lieben, die mindestens „Out oft the Blue“ im Plattenschrank stehen hatten (und hoffentlich noch haben), die bei „Turn to stone“, bei „Evil woman“ und bei „Shine a little love“ mitsingen, bei „Mr. Blue Sky“, bei „Hold on tight“ und erst recht doch bei „Don’t bring me down“ im Refrain lautstark einsetzen. Schön war das. So richtig schön. Das Publikum hatte – und das ist ja auch der Sinn des von der Stadtjugendpflege an Land gezogenen Top Acts im Rahmen des Uferlos-Festivals – seine helle Freude. Man sah es den Gesichtern in der Luitpoldhalle förmlich an, wie sie jünger und manchmal ein bisschen verklärt wurden. Dass da vorne Phil Bates, der Mann von ELO Part II, stand und nicht ELO-Legende Jeff Lynne, das hat man nach ganz ganz schnell vergessen. Und das konnte man auch getrost vergessen. Denn ELO performed by Phil Bates & Band war in dieser außergewöhnlichen Saturday Night in Freising einfach ELO. Ganz einfach ELO. Und das war vom Allerfeinsten.

Andreas Beschorner

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