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Der Flughafen will das Terminal 1 erweitern. 

Flughafenprojekt Terminal 1-Erweiterung

Bei der Stadt schrillen die Alarmglocken

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Es sieht nach einer relativ kleinen Maßnahme aus: Der Flughafen will Terminal 1 erweitern. Doch die Stadt Freising vermutet etwas Großes dahinter. „Die FMG lügt“, behauptet der Planungsreferent.

Freising/Flughafen – Die FMG will jetzt auch das Terminal 1 erweitern. Ende 2016 ging der entsprechende Antrag beim Luftamt Süd ein. Im April wurde die Stadt Freising an dem Verfahren beteiligt, soll jetzt ihre Stellungnahme abgeben. Und die fällt drastisch aus. Sogar rechtliche Schritte und der Klageweg stehen im Raum. Denn während im Antrag auf Erweiterung des Terminal 1 steht, dass man so Großraumflugzeuge schneller abfertigen unddie „Qualität der Passagierabfertigung in Terminal 1 dem von Terminal 2 angleichen“ wolle, spricht laut Beate Metz vom Umweltamt der Stadt Freising die Homepage der Flughafen München Gesellschaft (FMG) eine ganz andere Sprache: Da werde nämlich groß für das Projekt geworben, da sei die Rede davon, dass man mit dieser Erweiterung sechs Millionen Passagiere pro Jahr mehr abfertigen könne. Das, so war nicht nur für Metz deutlich, stehe doch wohl eindeutig im Zusammenhang mit dem Bau der dritten Startbahn.

In den Unterlagen zur Plangenehmigung der Terminalerweiterung, die der Stadt vorliegen, habe man zu all dem aber keine Angaben finden können, betonte Metz. Im Gegenteil: Die FMG verweise in ihren Antragsunterlagen mehrfach darauf, dass mit dem Vorhaben keine „luftseitige Kapazitätserweiterung“ geplant sei, die Erweiterung des Terminals also nichts mit der Startbahn zu tun habe. Und es handle sich um ein Projekt, das auch keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig mache. Grund: „Nach Auskunft der FMG“ habe es keine Auswirkungen auf die Zahl der Flugbewegungen. Genau das glaubt die Stadt der FMG unter Berücksichtigung dessen, was auf deren Homepage (www.muenchen-airport) zu lesen ist, nicht.

Freisings Flughafenreferent Manfred Drobny (Grüne) dankte für die kritische Stellungnahme der Stadt und mutmaßte, das Luftamt Süd habe mit dem Verfahren eines Planänderungsbescheids versucht, „die Öffentlichkeit auszuschließen“. Rudolf Schwaiger (CSU) hakte da ein und forderte, dass die Stadt juristisch prüfen lasse, ob für dieses Projekt mit diesen Ausmaßen dann nicht ein regelrechtes Planfeststellungsverfahren notwendig sei. Und sollte das so sein, solle man bereits jetzt rechtliche Schritte einleiten, alle juristischen Hebel in Gang setzen und den Klageweg beschreiten. Diesen Auftrag nahm die Verwaltung mit und wird die Sache jetzt juristisch prüfen lassen.

So oder so: Für Freisings Planungsreferent Franz Bernack (FSM) ist das Vorgehen der FMG „ein ganz schlechter Scherz“. Denn sechs Millionen Passagiere pro Jahr mehr – und aus diesem Ziel mache der Flughafen ja nicht mal ein Geheimnis –, das entspreche der Jahreskapazität eines mittleren deutschen Airports. Nürnberg zum Beispiel wickle pro Jahr 3,5 Millionen Passagiere ab. Es gehe auch laut Aussage von Finanzminister und FMG-Aufsichtsratsvorsitzendem Markus Söder darum, neue Fluggesellschaften anzulocken. Die Aussage in den Planunterlagen, man wolle die Fluggäste nur besser abwickeln, sei laut Bernack also eine „Lüge“. Was die FMG da versuche – nämlich ein Großprojekt „so durchzuwurschteln“ –, sei „eine Frechheit“.

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