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Mit einem neuen Angebot will das Kreisbildungswerk Kindern sozial benachteiligter Familien helfen.

Ausschuss stimmt zu

Einzigartig in Freising: Ein Beratungsbus holt sozial belastete Familien ab

  • Andrea Beschorner
    vonAndrea Beschorner
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Das Kreisbildungswerk will mit einem einzigartigen Projekt das Angebot der Elternbegleitung erweitern. Auch für das Problem der Finanzierung gibt es eine Lösung.

Freising – Das Kreisbildungswerk ist seit dem Jahr 2012 in der Elternbegleitung tätig. Dabei wurde man von Bundesmodellprojekten gefördert – eine Finanzierung, die Ende des Jahres 2020 ausläuft. Jetzt springt der Landkreis ein, wie der Jugendhilfeausschuss beschlossen hat. Und das präventive Angebot der Jugendhilfe wird sogar noch ausgeweitet.

Ein Beratungsbus soll Gemeinden anfahren – einzigartig, wie KBW-Geschäftsführerin Marina Freudenstein den Kreisräten versicherte. Mit dieser Idee, mittels eines Busses die Eltern besonders in den ländlichen Bereichen zu erreichen und ihnen ein niederschwelliges Angebot zu machen, soll der Wirkungskreis der Elternbegleitung erweitert werden. Drei bis fünf Gemeinden sollen regelmäßig angefahren werden. An Spielplätzen, Kitas oder Schulen will man dann vor Ort sein.

Beratungsbus richtet sich vorrangig an bildungsferne Familien

Vorrangig richte sich dieses Angebot „an bildungsferne und sozial belastete Familien und an Familien mit Migrationshintergrund“, wie es in der Beschreibung heißt. Denn dort falle es den Eltern oft besonders schwer, ihre Kinder zu fördern und zu unterstützen. Oft fehle das Wissen über passende Bildungsangebote und über den Zugang zu Einrichtungen und Fördermöglichkeiten. Insofern sei der Bereich Elternbegleitung eine wichtige präventive Maßnahme der Jugendförderung.

Marina Freudenstein erläuterte im Ausschuss das „einzigartige“ Angebot.

Das sahen auch die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses so, machten den Weg frei zur Fortführung des Projekts. Knapp 100 000 Euro pro Jahr macht man dafür locker – 74 400 Euro für die Vollzeitstelle einer pädagogischen Fachkraft, 9700 Euro für Sachkosten und 14 880 Euro für Gemeinkosten. Der Kauf des Busses, mit dem man künftig durch den Landkreis kurven will, soll aus Eigenmitteln des Zentrums der Familie des KBW und aus Spenden erfolgen.

Finanzierung ist zunächst befristet

Man sei da auf einem guten Weg, sagte Freudenstein. Die Finanzierung des Projekts „Mobile Elternbegleitung“ durch den Landkreis ist zunächst auf vier Jahre befristet. Wichtig dabei: Auch wenn mit dem Beratungsbus ein Instrument „der aufsuchenden Familienbildung“ ins Leben gerufen wird, soll im Gebäude an der Kammergasse das Elternhaus als Bildungsraum selbstverständlich als Anlaufstelle bestehen bleiben.

Die finanzielle Ausstattung durch den Landkreis war im Ausschuss unumstritten: „Das hat uns von der CSU überzeugt und gefallen“, sagte Martin Hellerbrand. Als „wichtig und richtig“ bezeichnete Evelin Altenbeck (Grüne) das Projekt. „Grundsätzlich aufgeschlossen“ dem Projekt gegenüber zeigte sich Johannes Huber (AfD), dessen fünf Fragen offenbar zu seiner Zufriedenheit beantwortet werden konnten. Der Beschluss fiel einstimmig.

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