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Hohe Prominenz: Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach (Eigentümer des Hofbrauhauses Freising), Franz Inselkammer sen. (Ayinger Brauerei), OB Tobias Eschenbacher, Landrat Josef Hauner, Angela Inselkammer (Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband s), Kreisvorsitzende Anna Hofmeier, Bezirksvorsitzender Franz Bergmüller, Sandra Hofer (Deutschlands beste Jungköchin) und Dehoga-Präsident Guido Zöllick (v. l.) am Montag beim Neujahrsempfang im Bräustüberl des Hofbrauhauses Freising.

Neujahrsempfang des Hotel- und Gaststättenverbands  

BHG kritisiert: Viele Regeln, aber zu wenig Schutz

Freising - Bürokratie, Regelwut und die Online-Konkurrenz machen der Gastronomie und Hotellerie das Leben schwer. Das kam beim Neujahrsempfang des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG) deutlich zum Ausdruck. Es gab eindringliche Appelle an Politik und Gesellschaft.

Die Grußworte und Redebeiträge im Bräustüberl des Hofbrauhauses ähnelten sich stark. Beim Neujahrsempfang des BHG für den Bezirk München und Oberbayern im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) nahmen die Verantwortlichen am Montag kein Blatt vor den Mund. So hielt BHG-Präsidentin Angela Inselkammer eine flammende Rede über die zunehmende Regelwut der Behörden und die Steine, die der Gesetzgeber den Unternehmen in den Weg legen würde. Beispielsweise geißelte sie das neue Arbeitszeitgesetz: „Das zwingt uns in die Illegalität“, sagte Inselkammer. Die Beschränkung der Arbeitszeit pro Tag und Arbeitskraft sei den Gästen schlichtweg nicht zu vermitteln. „Wir kommen nicht zurecht, es geht einfach nicht“, lautete ihr vernichtendes Urteil. Sie forderte mehr Flexibilität.

In das gleiche Horn stieß der Präsident des Dehoga-Bundesverbands, Guido Zöllick. Er bezeichnete das Arbeitszeitgesetz in seiner aktuellen Fassung als „realitätsfremd“ und überholungsbedürftig. Ihm schwebten vielmehr „Arbeitszeitkonten und ein Stundenausgleich“ vor. Außerdem forderte der Präsident eine „steuerliche Gleichbehandlung“ von Anbietern gastronomischer Leistungen. Er spielte damit etwa auf Vereine und Online-Dienste an.

Ein Thema, dem sich auch der Bezirksvorsitzende Franz Bergmüller widmete: Ihm ging es um die Vermittlung von Unterkünften und Ferienwohnungen durch Online-Anbieter wie Airbnb. Dabei handelt es sich um ein Portal, bei dem Privatleute ihre Wohnungen anbieten können. „Das ist Zweckentfremdung – da muss die Politik handeln“, betonte Bergmüller.

Insofern geriet der CSU- Landtagsabgeordnete Florian Herrmann in Erklärungsnot. Er bezog allerdings Stellung, räumte Fehler der Politik ein – und das, obwohl er eigentlich wegen seiner Kernkompetenz in Sachen Sicherheitspolitik eingeladen worden war, wie er betonte. Laut Herrmann sei „das Problem aber erkannt“. Es gehöre jedoch Mut dazu „zu sagen, dann wird halt mal etwas nicht geregelt“, stellte Herrmann in Bezug auf überbordende Bürokratie und immer neue Gesetze fest.

Alexander Fischer

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