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Das Bier-Buch und seine Autoren: Prof. Ludwig Narziß, Matthias Lebegern, Hermann Bienen, Klaus Kratzsch, OB Tobias Eschenbacher, Fabian Fellers mann und Florian Notter.

Buchvorstellung im Sporrerkeller

Die neue Bibel der Bier-Stadt Freising

Freising -  Hopfen und Denkmalschutz, Krüge und Forschung, Reinheitsgebot und Fürstbischof – auf 317 Seiten dreht sich hier alles um das Bier. „Freising als Stadt des Bieres – Kulturgeschichtliche Aspekte“ heißt der dicke, schwere und vor allem auch inhaltsschwere Wälzer, den das Stadtarchiv Freising herausgebracht und am Freitagabend offiziell vorgestellt hat.

Das Werk ist der erste Sprößling einer neuen Schriftenreihe, die das Stadtarchiv und sein Leiter Florian Notter ins Leben gerufen haben. Bei der Präsentation am Freitag musste selbstverständlich der Rahmen passen. Und mit dem Sporrerkeller unterhalb des Lindenkellers hatte man so eine Lokalität gefunden: In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet, ist er historisch, hat als Luftschutzbunker gedient und ist deshalb geschichtsträchtig, und wurde nun zur Nutzung und für Führungen etwas hergerichtet. Wo also hätte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher besser mit nur drei satten Schlägen das Fassl anzapfen können, mit dem die Gäste der Buchpräsentation verköstigt wurden?

Florian Notter berichtete zunächst von einem „Schock“ – dem Schock, als er bei der Vorbereitung des Buches gemerkt habe, wie weit das Thema Bier in die Breite wirke, wie sehr es tatsächlich durch die Jahrhunderte hindurch „ein gesellschaftliches Thema“ gewesen sei. Was nun also in sieben Aufsätzen von sechs Autoren verfasst worden sei, sei trotz über 300 Seiten „eigentlich nur ein bescheidener Beitrag“, so der Leiter des Stadtarchivs. Ein bescheidener Beitrag, dessen Löwenanteil ein Aufsatz von Hermann Bienen einnimmt, in dem der einen Überblick über die Freisinger Brauereien gibt und auf fast 170 Seiten eine umfangreiche, informative und bahnbrechende Datensammlung zur Familien-, Besitz- und Brauereigeschichte in Freising liefert. Dem voraus gehen sechs Artikel: Fabian Fellersmann beschäftigt sich mit Hopfen und Bier in Freisinger Quellen – und zwar aus der Zeit des 9. bis 13. Jahrhunderts, Bienen macht auf zwei Seiten kurze Anmerkungen zur Anwendung des Reinheitsgebots in Freising, Florian Notter wirft Schlaglichter auf das Freisinger Hofbrauhaus während der Frühen Neuzeit, Klaus Kratzsch fragt sich aus Sicht eines Denkmalpflegers, ob Freising wirklich eine „Bierstadt“ ist, Eva Fritz beschäftigt sich mit der Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, und Ludwig Narziß widmet sich dem Bier als Gegenstand der Forschung und Lehre in der Studienfakultät für Brauwesen und Lebensmitteltechnologie.

Alles in allem 317 Seiten Biergeschichte und – geschichten aus Freising, die man sich für 34,90 Euro ins Bücherregal stellen kann.

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