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Arbeiten an der Bildungsregion: Die Mitglieder des Bildungsbeirats um Barbara Berger (l.), Geschäftsführerin der Bildungsregion, und Landrat Josef Hauner (Mitte) kamen am Mittwoch zur konstituierenden Sitzung im Landratsamt zusammen. 

Man will nicht bloß in der Theorie arbeiten

Bildung nicht nur Aufgabe der Schule: In Freising setzt sich ein neuer Beirat dafür ein

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Die Mitglieder des Bildungsbeirats trafen sich kürzlich im Freisinger Landratsamt, um für die Bildungsregion zu arbeiten. Landrat Hauner appellierte: „Es soll was rauskommen.“

Freising – Was wurde erreicht? „Sehr viel“, gab sich Barbara Berger die Antwort auf ihre Frage gleich selbst. Bei der konstituierenden Sitzung des Bildungsbeirats am Mittwoch im Landratsamt legte die Geschäftsführerin der Bildungsregion Freising dar, was seit Gründung der Bildungsregion geschehen ist. Vertreter aus allen Bereichen der Bildung von Kindergärten bis zur Kreishandwerkerschaft, vom Bürgermeister bis zum Musikschulleiter, von der Volkshochschule bis zur Hochschule hatten sich eingefunden, um schon bei der Premiere das zu tun, was die wesentliche Aufgabe des Beirats ist: zu informieren und zu kommunizieren.

Landrat Josef Hauner verwies auf den rund 170 Seiten starken Bericht, in dem die Bildungsregion Freising analysiert worden sei. Jetzt wolle man durch die Schaffung einer Stelle für die Geschäftsführung die Akteure vernetzen. Wichtig, so Hauners Appell und Vorgabe: „Es soll was rauskommen.“ Man wolle nicht bloß schöne Worte machen und in der Theorie arbeiten, nur um hinter die Themen einen Haken setzen zu können.

Wer Bergers Bericht folgte, in dem sie einiges von dem anführte, was bereits im Vorfeld der ersten Sitzung des Bildungsbeirats bewerkstelligt worden war, der hatte durchaus den Eindruck, dass da schon „sehr viel“ erreicht wurde: Sechs Säulen mit sechs Themenfeldern und sechs Arbeitskreisen habe man gebildet, erklärte Berger. Außerdem sei nicht nur eine Bestandsaufnahme der Aktivitäten des Landkreises erarbeitet worden, sondern auch 26 Projekte und Handlungsfelder beschrieben worden. Kurz: Durch Dialogforen und Arbeitskreise sei die Vernetzung gelungen, Fehlendes habe man erkannt.

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Die Geschäftsführerin informierte die Mitglieder über die nächsten Schritte: Der Bildungsbeirat soll eine Strategie erarbeiten, das Bildungsportal im Internet soll weiterentwickelt werden, bestehende Kooperationen will man evaluieren, Projektideen weiter verfolgen und schließlich Mitte 2019 im Landratsamt einen „Tag der Musik“ organisieren.

Nach der offiziellen Einberufung des Bildungsbeirats durch Landrat Hauner betonte Geschäftsführerin Berger, dass es nicht das Ziel sei, vorhandene Kooperationen zu ersetzen oder in Konkurrenz zu bestehenden Gremien zu treten. Man wolle übergreifende Bildungsthemen verbinden und mit Fachexpertisen qualifizieren. Als nächstes wolle das Gremium Schwerpunkte setzen, diese der breiten Öffentlichkeit vorstellen und diskutieren. Mit diesen Schritten begannen die Anwesenden gleich: Sie bildeten vier Arbeitsgruppen, um Themen zu sammeln und die Ergebnisse vorzustellen: „Stellwandarbeit“ im Sitzungssaal bedeutete das. zz

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