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510 Hektoliter Bier wurden bisher ausgeschänkt – etwas weniger als im Vorjahr.

Volksfest Freising: Traumwetter und wenig Delikte

Bisher war’s ein Bilderbuch-Volksfest

Freising - Das friedliche Fest, auf das OB Tobias Eschenbacher beim Anzapfen noch angestoßen hatte, ist es bisher tatsächlich gewesen, das 87. Freisinger Volksfest. Entsprechend positiv fielen die Halbzeitbilanzen der Verantwortlichen aus.

Im Rahmen eines Weißwurstfrühstücks war es an OB Eschenbacher, sich bei den Organisatoren, den Sicherheitskräften, beim Volksfestmanager und beim Festwirt selber für den reibungslosen Ablauf an den ersten fünf Festtagen zu bedanken. Aber auch den Besuchern galt Eschenbachers Dank für das Verständnis bei eventuell erlittenen Einschränkungen, etwa bei Personenkontrollen. 

Eine hundertprozentige Sicherheit könne es trotzdem nicht geben. Das konnte aber die Freisinger nicht davon abhalten, zünftig miteinander zu feiern, so der Oberbürgermeister. Mit dem Wetter scheint es so weiterzugehen, so dass auch für die zweite Hälfte Kaiserwetter garantiert ist, und Festwirt Ludwig Tauscher vielleicht beim Bierausstoß noch aufholen kann. Bislang wurden an fünf Tagen 510,68 Hektoliter edlen Gerstensaftes aus dem Hofbrauhaus getrunken, 28 (5,2 %) weniger als 2015. Jetzt schänkt die Staatsbrauerei bis zum Sonntag aus. Eine kleine Freude bereitete das Stadtoberhaupt dem Tierschutzverein Freising, der aus dem Erlös der öffentlichen Bierprobe 1750 Euro überreicht bekam. Hier bedauerte Eschenbacher, dass sich nicht alle Gemeinden im Landkreis an der Finanzierung des neuen Tierheimes beteiligen. Polizeioberrat Ernst Neuner strahlte bei seiner Halbzeitbilanz übers ganze Gesicht. Seine Bilanz: Sieben Verlustmeldungen (Vorjahr 17), sechs Körperverletzungen, davon eine der schwereren Art (7), sechs Diebstähle (3), sechs Drogenvergehen (10), sechs Verkehrsdelikte (2), zwei hilflose Personen (2) wurden aufgegriffen, und ein Raub (0) war auch zu verzeichnen. 

Keine Sachbeschädigung, kein Widerstand gegen die Ordnungskräfte (1), kein Verstoß gegen das Betretungsverbot und auch kein Sexualdelikt (2). Beschwerden über zu lasche Kontrollen durch den Sicherheitsdienst seien ihm bislang nicht zu Ohren gekommen, meinte Neuner auf Nachfrage unserer Zeitung. „Die Durchsuchungen sind durchaus angemessen“. Und würden deshalb auch eine große Akzeptanz erfahren. Bewährt habe sich die Maßnahme, den Taxiverkehr vom Platz zu nehmen und die verbesserte Wegebeleuchtung werde vor allem von der Damenwelt begrüßt, so Neuner. Kultur- und Festreferent Hubert Hierl konnte der Absage zweier supermoderner Fahrgeschäfte sogar etwas Positives abgewinnen. „Muss es unbedingt immer höher und schneller sein?“, fragte er. Der Sprecher der Schausteller. 

Christian Buchner, lobte die Stadt Freising und vor allem deren Volksfestmanager Erich Bröckl für die Ausrichtung des Festes. „Da habt’s einen guten Mann in Freising“. Verständnis zeigte auch Brunner für die Sicherheitskontrollen. Aber er wusste: „Aufs Volksfest gehen nur brave, nette Leit’“.

Heinz Mettig

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