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Dank für 40 Jahre Engagement in der Vhs: (v. l.) Vorsitzender Thomas Claus, Bürgermeisterin Eva Bönig sowie Oliver Dorn, Dayana Kojic und Elisabeth Seitzl (alle Vhs), Kulturreferent Hubert Hierl und Andrea König (Vhs-Beirat).

Positive Bilanz bei Jahreshauptversammlung

Die Vhs bleibt weiter ein starker Verein

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Freising - Trotz Turbulenzen im Personalpool verbuchte die Volkshochschule Freising ein erfolgreiches Jahr 2015. Vorsitzender Thomas Claus zog am Mittwoch positive Bilanz – und war überrascht von seiner Ehrung

2015, das sei bei der Volkshochschule Freising (Vhs) „ein Jahr der Konstanz“ gewesen, sagte Vhs-Vorsitzender Thomas Claus bei der Jahreshauptversammlung am Mittwoch. Doch das ist noch gar nichts im Vergleich zu Claus selbst: Der ist seit 40 Jahren Mitglied im Vorstand der Vhs (31 Jahre davon als 1. Vorsitzender) und damit eine der wesentlichen Konstanten in der Historie der Freisinger Volkshochschule. Claus, der am Ende der Jahreshauptversammlung von Vhs-Geschäftsführer Oliver Dorn, Bürgermeisterin Eva Bönig und Kulturreferent Hubert Hierl für vier Jahrzehnte Wirken im Dienste der Erwachsenenbildung geehrt wurde, hatte zuvor einen abermals durchaus positiven Jahresbericht vorlegen können: Trotz „personeller Turbulenzen“, weil rund die Hälfte des Vhs-Teams ausgeschieden sei oder sich umorientiert habe, sei der Betrieb in der Vhs reibungslos weitergelaufen, betonte Claus. 

Die Statistik für 2015 weise mit 21 263 Teilnehmern eine ähnlich hohe Zahl wie im Jahr davor auf (21 327). Die Teilnehmergebühren seien in 2015 gegenüber 2014 leicht von 785 000 Euro auf 770 000 Euro gesunken, die Veranstaltungen hätten allerdings von 1626 auf 1740 zugenommen. Vhs-Leiter Oliver Dorn hob hervor, dass man sich ganz nach dem Motto „Bildung für alle“ verpflichtet fühle, auch Flüchtlingen mit einer ungewissen Bleibeperspektive Integrationskurse anzubieten. Dabei, so versicherte Dorn, habe man „durchweg positive Erfahrungen gemacht“, die Asylbewerber, die diese Kurse besuchten, seien allesamt motiviert. Dass laut Beschluss der Bundesregierung nun allerdings Deutschlehrer in solchen Integrationskursen doppelt so viel Honorar bekommen müssten als andere Vhs-Lehrkräfte in Freising, könne um Problem werden: Das sorge für Unruhe unter den Lehrkräften und führe dazu, dass sich Integrationskurse erst ab einer Teilnehmerzahl von 15 rechneten. Und das wiederum berge die Gefahr, dass sich die Vhs solche Kurse vielleicht nicht mehr leisten könne. „Danke, Regierung!“, so Dorn ironisch. Dabei stehe die Vhs und die Erwachsenenbildung eh schon vor großen Herausforderungen.

Weil es „für alles eine App gibt“, weil „das Internet viele Fragen löst“, lebe es sich inzwischen „ohne Bildung ganz gut“, so Dorn. Die Vhs müsse also neue Wege gehen, mutig sein, aber auch weiterhin seriös und zuverlässig. Finanziell war 2015 ebenfalls ein Jahr der Konstanz: Zwar habe man mit 1,068 Millionen Euro um 12 000 Euro mehr ausgegeben als man eingenommen habe und die Betriebsmittelreserve sei auf 60 000 Euro abgeschmolzen, doch diesen Verlust habe man schon im Frühjahr 2016 wieder aufgeholt, berichtete Claus. Denn das erste Halbjahr habe doch „erkleckliche“ Einnahmen gebracht. Claus, der in 40 Jahren im Vhs-Vorstand schon viele Höhen und Tiefen miterlebt hat, setzt auch künftig auf Konstanz: Von Überlegungen, aus dem Vhs e.V. eine gemeinnützige GmbH mit der Stadt als alleiniger Gesellschafterin zu machen, habe man Abstand genommen. Ein Grund: Die Politik hätte starken Einfluss auf die Programmgestaltung und das Personal nehmen können. Und das habe man, so Claus, nach den Erfahrungen des Jahres 2004 – da hatten Teile des Stadtrats vor bestimmte Kursangebote zu streichen – verhindern wollen. Fazit: „Wir werden den Vhs-Verein weiter behalten.“

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