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Mit Schaufeln und Rechen suchten Einsatzkräfte des THW Freising einen Tag nach dem Feuer in Attaching im Brandschutt nach Spuren.

Schreckliches Ende einer einsamen Nacht

Brand bei Freising: Hinweise zu Opfer verdichten sich – Jetzt spricht der Scheunen-Besitzer

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Nach dem Großbrand in einer Scheune in Attaching ist weiterhin unklar, wer der Tote ist. Doch die Hinweise verdichten sich. Jetzt spricht auch der Pächter der Scheune.

Freising – Einer der beiden Obdachlosen, die in den vergangenen Monaten in der nun abgebrannten Scheune in Attaching übernachtet haben, hat sich inzwischen bei der Polizei gemeldet. Gleichzeitig wird immer wahrscheinlicher, dass es sich bei dem Toten, der in der Brandruine entdeckt wurde, um den anderen, den jüngeren der Wohnsitzlosen, handelt. Er wurde seit dem Brand nicht mehr gesehen.

Der frühere Bauunternehmer Fritz Krell (82) hatte die beiden Obdachlosen schon seit dem vergangenen Sommer in der von ihm gepachteten Scheune übernachten lassen. „Ich hatte darin noch relativ wertvolles Verschalungsmaterial gelagert“, berichtete Krell, „und war schon einmal beklaut worden.“ Da war es ihm ganz recht, dass sich die beiden Männer öfter in der Scheune aufhielten und auch dort übernachteten – mit seinem Einverständnis. „Der Ältere ist ein sehr vernünftiger Mann“, berichtet Krell, „auf den man sich verlassen konnte“. Beiden Männern habe er eingeschärft, in der Scheune kein Feuer zu machen, was sie ihm auch zugesichert hätten. „Es gab zwar einen Ofen“, sagte Krell, „aber der stand draußen, im Freien.“ In der Brandnacht und wohl auch einige Tage zuvor hat der Ältere aber woanders übernachtet, wie die Polizei bestätigte. Der Jüngere der Wohnsitzlosen, laut Krell ein manischer Müllsammler mit zeitweise recht „g’spinnerten Ideen“, war offenbar in der Scheune allein. Eine einsame Nacht – die in einer Katastrophe endete. 

Der frühere Bauunternehmer Fritz Krell (82) ließ die Obdachlosen in der Scheune übernachten. Er warnte sie eindringlich, kein offenes Feuer zu machen.

Was freilich genau in der Brandnacht passierte – darüber kann nur spekuliert werden. Möglicherweise ist eine Gaskartusche, die nach dem Feuer im Schutt entdeckt wurde, die Brandursache. Ein Ergebnis der Fahnder liegt noch nicht vor. Auch die Obduktion des Toten wurde noch nicht durchgeführt. Der Zeitpunkt hänge von der Kapazität der Rechtsmedizin ab, sagte Polizeisprecher Peter Grießer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt. Es sei freilich „naheliegend“, dass der Tote der jüngere Obdachlose ist.

Zweite Scheune blieb vom Feuer verschont

Fritz Krell, der sein Baugeschäft vor zehn Jahren geschlossen hat, aber in der Scheune und einer offenen Halle, die ihm gehört, noch Baumaterial und Gerüstteile gelagert hatte, erfuhr von dem Feuer unmittelbar, nachdem es am Freitag gegen 18 Uhr ausgebrochen war. Ein Nachbar informierte ihn: „Eine Scheune brennt. Es ist aber nicht deine.“ Krell: „Er hat sich leider getäuscht. Es war doch meine.“ Krell hat den Brand seiner Versicherung gemeldet. Er ist froh, dass die zweite Scheune vom Feuer verschont blieb. In dem von ihm gepachteten Gebäude aber sei „alles kaputt“.

Inzwischen hat das Technische Hilfswerk den Brandort mit 130 laufenden Metern Bauzaun abgesperrt. Das THW hatte auch am Samstag das Gelände ausgeleuchtet, als nach möglichen Opfern gesucht wurde. Ein Suchhund entdeckte dabei den Toten. Am Sonntag rückte das THW nochmal mit Ladekran und Baggerschaufel an. Gemeinsam mit der Kripo wurde der Brandschutt schichtweise abgetragen und auf Spuren untersucht. Mit THW-Drohnen wurden Luftbilder vom Einsatzort gemacht. Immerhin wurde dabei keine weitere Leiche entdeckt.

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