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Breitere Hochtrasse für mehr Radl-Sicherheit in Freising: Vorbereitungen beginnen

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Von: Wolfgang Schnetz

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Um die zentrale Freisinger Hochtrasse für Radfahrer sicherer zu machen, wird die Luitpoldbrücke im Zuge anstehender Sanierungsmaßnahmen verbreitert.
Um die zentrale Freisinger Hochtrasse für Radfahrer sicherer zu machen, wird die Luitpoldbrücke im Zuge anstehender Sanierungsmaßnahmen verbreitert. © Lehmann

Der schmale Streifen ist bald passé: Die Luitpoldbrücke sowie die Hochtrasse in Freising sollen fahrradfreundlicher werden.

Freising – Große Verbesserungen für Radfahrer in Sicht: „Bei der anstehenden Erneuerung der baufälligen Kappen auf der Luitpoldbrücke und der Hochtrasse kann durch die geplante Verbreiterung eine bessere Radwegführung umgesetzt werden“, meldet Christl Steinhart, Sprecherin der Stadt Freising. „Bislang müssen Radfahrende auf einem schmalen Fahrradstreifen im Straßenbereich die Isar und die Bahnstrecke überqueren. Künftig können sie beidseitig auf gemeinsamen breiten Geh- und Radwegen auf den Brückenkappen fahren.“

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Verbreiterung in den Jahren 2022/23

Im Zuge der Sanierung werden laut Steinhart „die Brückenkappen in den Jahren 2022/23 auf beiden Seiten verbreitert“. So entstehe ein kombinierter Geh- und Radweg mit einer nutzbaren Breite von 2,65 Metern auf der Hochtrasse und 2,80 Metern auf der Luitpoldbrücke. „Neben dem Isarsteg Nord und der Korbinianbrücke haben Radfahrende somit eine weitere sichere Route zwischen Lerchenfeld und der Innenstadt sowie Neustift“, betonte die Rathaussprecherin.

Die Maßnahme umfasst eine Länge von fast 800 Metern und betrifft neben der Hochtrasse und Luitpoldbrücke ebenfalls die Brücke am Angerbader-Areal. Im Zuge dieser Maßnahme werden nicht nur das Brückengeländer und die Straßenbeleuchtung erneuert, auch die Deckschicht im Fahrbahnbereich, die bereits von Spurrillen durchzogen ist, wird neu aufgebracht.

Während der Bauarbeiten soll der Verkehr möglichst in beiden Richtungen aufrechterhalten werden. Mit Einschränkungen und Behinderungen ist allerdings zu rechnen, so Steinhart. Offenbleiben sollen die Zufahrten in die Luitpoldanlage und Richtung Park-and-Ride-Platz.

Gesamtkosten und Zuschuss vom Bund

Die vom Stadtrat beschlossenen Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 10,9 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt das Projekt mit Finanzhilfen von rund 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes. „Ich freue mich, dass unsere Rekordmittel für den Radverkehr vor Ort eingesetzt werden und damit direkt bei den Bürgern ankommen“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. „Mit unserer Unterstützung schafft die Stadt Freising auf der Hochtrasse und der Luitpoldbrücke mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger. Davon haben alle Verkehrsteilnehmer etwas, denn so werden die Verkehre baulich voneinander getrennt und die Verkehrssicherheit erhöht.“

Bis 2023 stelle man laut Scheuer „die Rekordsumme“ von 1,46 Milliarden Euro bereit. Mit dem Finanzhilfe-Sonderprogramm Stadt und Land verbessere der Bund „die Bedingungen für Radfahrer in der Stadt und auf dem Land deutlich.

Baubeginn der Vorabmaßnahme

Mit der ersten Bauphase startet die ausführende Firma noch heuer – voraussichtlich in der kommenden Woche. Christl Steinhart erläutert: „Bis Ende des Jahres werden an mehreren Stellen im Streckenverlauf Vorreinigungsanlagen eingebaut, über die nach Beendigung der Gesamtmaßnahme die Entwässerung der Brückenflächen erfolgen soll.“ Auch hier ist mit kleineren Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

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