Im Umgriff der Arbeitsagentur wurde ein verdächtiger Gegenstand gemeldet.
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Feuerwehr Freising und Polizei sind am Morgen zur Parkstraße ausgerückt.

Sondereinheit rückte an

Freising: Polizei findet weiße Substanz in Brief - Absender war „unbedacht“

  • Wolfgang Schnetz
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  • Manuel Eser
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Feuerwehr Freising und Polizei sind am Morgen zur Parkstraße ausgerückt. In der Poststelle der Agentur für Arbeit wurde ein verdächtiger Brief mit weißem Pulver gefunden.

  • Am Morgen wurde über die Notrufzentrale ein verdächtiger Gegenstand an der Arbeitsagentur in Freising an der Parkstraße gemeldet.
  • Nach einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Analytischer Task Force München konnte am Nachmittag Entwarnung gegeben werden.
  • Laut Polizei und Arbeitsagentur-Chef handelte der Absender „unbedacht“ und „ohne böse Absicht“.
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Update von 16.27:Handelte es sich bei der Pulver-Post um einen schlechten Scherz von Seiten eines frustrierten Arbeitslosen? „Nein, da hat keine böse Absicht dahinter gesteckt“, stellt Nikolaus Windisch, Leiter der Agentur für Arbeit Freising, klar. Das Pulver sei zusammen mit einem Formular für die Arbeitsagentur ins Kuvert gekommen. Über den ausgefüllten Bogen konnte der Absender schnell ermittelt werden. Resümee der Polizei: „Es war einfach eine Unbedachtheit.“ 

Windisch, der nach dem Vorfall höchstpersönlich die Polizei alarmiert hatte, ließ die Poststelle noch am Donnerstagnachmittag desinfizieren – „eine Vorsichtsmaßnahme in Zeiten von Corona“. Die betroffene Mitarbeiterin, die mit dem Pulver in Berührung kam, habe sich nachmittags schon wieder bei ihm gemeldet. Um nach dem Pulverschock ein verlängertes Wochenende zu beantragen? „Im Gegenteil“, sagt Windisch. „Sie möchte am Freitag schon wieder arbeiten.“

Update von 14.11 Uhr: Nachdem am heutigen Vormittag ein verdächtiger Gegenstand im Arbeitsamt Freising einen Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr auslöste, kann die Polizei inzwischen Entwarnung geben. Bei dem Gegenstand handelt es sich um einen Brief, aus dem ein weißliches Pulver rieselte. Der Brief wurde gegen sieben Uhr in der früh in der Poststelle der Agentur für Arbeit entdeckt. Dort kam auch eine Mitarbeiterin mit dem Pulver in Kontakt, woraufhin die Polizei verständigt wurde.

Kurze Zeit später traf ein Großaufgebot an Feuerwehr und Polizei am Arbeitsamt ein. Sogar die Analyse-Task-Force (ATF) aus München wurde eingeschaltet. Die nahmen vor Ort Proben von dem Pulver und untersuchten es. Am frühen Nachmittag dann die Gewissheit. In dem Briefumschlag befand sich lediglich kalkartiges Pulver, von dem keine gesundheitliche Gefahr ausgeht. Wie das Pulver in den Umschlag gelangt war und warum, ist bisher noch unklar. 

Verdächtiger Gegenstand bei Arbeitsamt in Freising gemeldet - Einsatz dauert an

Erstmeldung vom 4. Juni, 11.55 Uhr Freising - Sirenen über Lerchenfeld: Feuerwehren aus Freising und dem Landkreis sowie BRK und Kräfte der Polizei rückten am Donnerstagmorgen zur Arbeitsagentur an der Parkstraße aus. Laut ersten Meldungen wurde dort ein verdächtiger Gegenstand entdeckt.

Im Gespräch zur Lage: Polizeioberkommissar Philipp Kirmse (l.) und Agenturleiter Nikolaus Windisch.

Der Fundort im Gebäude wurde abgesichert. Vor Ort sind auch der ABC-Zug der Landkreis-Feuerwehr und Experten aus München. Um was es sich bei dem Gegenstand handelt, ist bislang nicht bekannt. Die Untersuchungen dauern an. 

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