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Die Dimensionen des Transgourmet-Projekts zeigte Karlheinz Häberle in seinem Vortrag.

Transgourmet

Bürgerbegehren   gegen "Monsterbau" 

Freising - Am heutigen Samstag geht es los: Die Gegner des Logistikers „Transgourmet“ in den Clemensängern beginnen mit der Sammlung von Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen die Änderung des Bebauungsplanes, die für die Ansiedlung des Mammutprojektes nötig ist.

Im Epiphanias-Zentrum in der Katharina-Mair-Straße steckten die Aktivisten aus der Lerchenfelder Carl-Orff-Siedlung am Donnerstagabend ihr weiteres Vorgehen gegen die Ansiedlung von Transgourmet ab. Zur richtigen Einstimmung hatte Karlheinz Häberle in seinem Powerpoint-Vortrag noch einmal die Dimension des 275 Meter langen, 90 Meter breiten und 16 Meter hohen „Monsterbaus“ in allen möglichen Varianten in die Landschaft projiziert. Deshalb gibt’s auch die Plakate „Jenseits des guten Geschmacks – TransgourNEE“. Dabei wurde immer wieder betont, dass die Stadt Freising mit der Ansiedlung des Transportunternehmens ihre bisherigen Versprechungen bricht, nämlich keine Speditionen und lärmintensiven Betriebe in den Clemensängern anzusiedeln. „Und das wegen eines einmaligen Millionenbetrages“. Häberle stellte die rhetorische Frage, wozu das „schnelle“ Geld verwendet werde? „Die Freisinger Großprojekte wie Asamsanierung oder Innenstadt-Ausbau sind alle schon vor der Transgourmet-Diskussion beschlossen gewesen“. Bei den bisher veranstalteten Infoständen haben die Aktivisten viel Zuspruch von den Freisingern bekommen. Daher sei man zuversichtlich, die erforderlichen 2442 Unterschriften innerhalb der geforderten Zeitspanne zusammenzubringen. Das sieht auch der in dieser Hinsicht gestählte und erprobte Anführer der Westtangenten-Gegner, Wolfgang Reinhardt, so. Er gab den Initiatoren des Bürgerbegehrens den einen oder anderen hilfreichen Tipp, wie sie an die Unterschriften kommen können. Und er wies darauf hin, „dass Sie auch Geld brauchen“. Dass die Carl-Orff-Strassler das Transgourmet-Projekt nur politisch bekämpfen können, das machte Jürgen Weichert deutlich. „Die Stadt hat sich so abgesichert, dass man juristisch keine Chance hat, dagegen vorzugehen“. Marcus Kelnhofer kündigte daher an, auch übers Internet Unterschriften einsammeln zu wollen. Man könne sich die Listen aus dem Netz downloaden. Dass die Gegner des Groß-Logistikers vor der schweren Aufgabe stehen, für die anstehenden Aktivitäten genügend Man-Power zu rekrutieren, wurde am Ende der Arbeitssitzung deutlich. Dennoch ist die Zuversicht groß, das Bürgerbegehren zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Aber zunächst müssen die Freisinger mit vollem Namen und Geburtsdatum diesen Satz 2442 mal unterschreiben: „Sind Sie dafür, dass der Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes Nr. 71a ,Clemensänger II – Ost’ aufgehoben und eingestellt wird?“

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