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Im roten Bereich: Ergebnisse des BV Freising zeigen, dass auf dem Umwelt-Radweg um den Airport zum Teil extrem hohe UFP-Konzentrationen herrschen. Die kleinsten Partikel stammen aus Triebwerken.

Aktion des Bürgervereins Freising

Alarmierende Luftwerte am Airport: „Gesundheitsrisiko wird in Kauf genommen“

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Auf dem „Umwelt-Radweg“, der um das Flughafen-Gelände führt, hat der Bürgerverein hohe UFP-Konzentrationen gemessen. Vorwürfe, die Menschen einem Risiko auszusetzen, weist die FMG zurück.

Freising – Als „Umwelt-Radweg“ bewirbt die FMG eine Tour, die um das Flughafen-Gelände führt. Der Bürgerverein (BV) Freising wirft der FMG vor, die Menschen einem Gesundheitsrisiko auszusetzen. Für die Flughafen-Gesellschaft sind die Vorwürfe „aus der Luft gegriffen“.

Tatsächlich ist es die Luft am Airport, die die Mitglieder des Bürgervereins bewegt. Zwei Repräsentanten radelten im September den 18 Kilometer langen Rundweg ab, berichtet Oswald Rottmann dem FT. Ausgerüstet war das Duo nicht nur mit GPS, sondern auch mit einem Messgerät, das die Anzahl der Ultrafeinstaubpartikel (UFP) misst.

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Radweg liegt in der Abwind-Fahne

Die Ergebnisse versetzten den BV in Alarmstimmung. „Auf der ganzen Tour lag die mittlere Anzahl bei mehr als 26 000 Partikel pro Kubikzentimeter Luft“, berichtet Rottmann. Zum Vergleich: Abseits des Flughafens liege die Hintergrundbelastung zwischen 2500 und 4000 p/cm3. „Das eigentliche Problem ist aber, dass Radfahrer animiert werden, in die Abwind-Fahne des Flughafens zu fahren“, betont der BV-Sprecher. In der Luft, die der (Süd-)Westwind von den Start- und Landebahnen auf den (nord-)östlichen Teil des Rundwegs weht, liege die Konzentration bei mehr als einer Million.

Die Größe der Partikel bestätigten den BV. Die kleinsten, die aus den Triebwerken stammen würden, seien in der Abwindfahne gemessen worden. Die größeren im Süden und Westen würden vom Straßenverkehr herrühren.

Schwere Vorwürfe an die Flughafen-Betreiber

„An 17 Stationen erhält man zu Themen wie CO2-Neutralität, Vogelschutz oder Luftgüte Informationen“, sagt Rottmann. Kein Wort aber zu UFP. Schwerer noch wiegt der Vorwurf des BV, ganze Familien auf das Gelände zu locken und damit belasteter Luft auszusetzen. „Die FMG will damit anscheinend ihr Image aufbessern“, meint Rottmann. „Dass die Teilnehmer damit einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt werden, wird dabei offensichtlich billigend in Kauf genommen. Diese Praxis bedarf einer dringenden Korrektur.“

Das sehen die Flughafen-Betreiber anders. „Die Warnungen des Bürgervereins sind völlig aus der Luft gegriffen und entbehren jeder Grundlage“, sagt FMG-Sprecher Edgar Engert. Er weist darauf hin, dass es für UFP weder Grenzwerte gebe noch standardisierte Messverfahren. Messungen ultrafeiner Partikel seien weder im Lufthygienischen Landesüberwachungssystem Bayern noch in der Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes vorgesehen. Bei allen anderen Verunreinigungen sei man im grünen Bereich. „Alle gesetzlichen Grenzwerte werden sicher eingehalten und zum Teil deutlich unterschritten.“

Kritik hat der Bürgerverein zudem geäußert, dass die FMG auch einen Kindergarten just dort auf dem Gelände betreibt, wo die Belastung besonders hoch ist. In Neufahrn haben UFP den Bürgermeister zum Handeln veranlasst.

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