Grafik zu Corona im Landkreis Freising
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Corona im Landkreis Freising: So trifft es die Gemeinden.

Entwicklung von März 2020 bis Januar 2021

Corona im Landkreis Freising: So hat die Pandemie die Gemeinden bisher getroffen

  • Magdalena Höcherl
    vonMagdalena Höcherl
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Seit fast einem Jahr kämpft der Kreis Freising gegen Corona. Einige Kommunen sind mehr, andere weniger betroffen.

Landkreis – Am 29. Februar 2020 wurde der erste Corona-Fall im Landkreis Freising bekannt. Mittlerweile, fast ein Jahr später, sind es bis dato über 5400 Fälle. Prozentual gesehen hat sich der Landkreis-Wert von Mai 2020 bis Mitte Januar 2021 mehr als verfünffacht: von 0,5 auf 2,67 Prozent.

Im Sommer verbreitete sich das Virus langsamer

Beim Blick auf die Grafik fällt auf, dass sich die Werte in den fünf Monaten zwischen Mai und Oktober in allen 24 Kommunen des Landkreises relativ langsam erhöht haben. Damit spiegelt sich auch im Kreis Freising der deutschlandweite Trend wider, wonach sich das Virus in den Sommermonaten deutlich langsamer verbreiten konnte. Als Hauptgründe dafür werden meist die höhere Luftfeuchtigkeit genannt, die die Verbreitung erschwere, sowie schlicht die Tatsache, dass in der wärmeren Jahreszeit viele Aktivitäten im Freien stattfinden würden.

In den darauffolgenden dreieinhalb Herbst- und Wintermonaten, sprich von Oktober bis Mitte Januar, verbreitete sich das Virus vergleichsweise rasant: In nahezu allen Gemeinden haben sich die Prozentzahlen zwischen Oktober und Mitte Januar mehr als verdreifacht. Ausnahmen bilden Au – hier wurde die erste Corona-Infektion im Landkreis gemeldet –, Mauern und Attenkirchen: In den Gemeinden, in denen bis Mai vergleichsweise viele Fälle auftraten, verbreitete sich das Virus in den darauffolgenden Monaten weniger stark. Den mit Abstand höchsten Wert weist die Gemeinde Marzling mit fast vier Prozent auf. Das ist vermutlich vor allem der Tatsache geschuldet, dass sich allein im Vitalis-Seniorenzentrum St. Martin bis 18. Januar 40 Bewohner mit dem Virus infiziert hatten. Ebenfalls über der Drei-Prozent-Marke liegen – in absteigender Reihenfolge – Neufahrn, Mauern, Au und Moosburg.

Sieben Kommunen unter Zwei-Prozent-Marke

Die Kreisstadt Freising, mit knapp 49 000 Einwohnern die größte Kommune im Landkreis, liegt mit 2,77 Prozent auf Platz 8 – noch hinter Gammelsdorf und Zolling.

Sieben Kommunen rangieren zudem unter der Zwei-Prozent-Marke, in drei davon wurden bislang sogar weniger als 1,5 Prozent der Bürger positiv auf Corona getestet: Während der Wert in Wolfersdorf bei 1,47 beziehungsweise in Wang bei 1,37 Prozent liegt, bildet Paunzhausen als die zweitkleinste Gemeinde das „Schlusslicht“ im Landkreis Freising – mit 1,32 Prozent.  

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